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Samstag, 2. Januar

Spahn: Alle Pflegeheim-Bewohner können im Januar geimpft werden

17:17
02.01.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zugesagt, dass im Laufe des Januars alle Pflegeheim-Bewohner geimpft werden können. «Dieses Ziel können wir im Januar erreichen. Und das wollen und werden wir auch mit den Ländern erreichen»,
sagte er am Samstag in der Sendung «RTL Aktuell».

Kritik an der Impfstrategie der Regierung wies er erneut zurück. «Es läuft genauso, wie es geplant war», sagte er. 1,3 Millionen Dosen Impfstoff seien bis Jahresende an die Bundesländer ausgeliefert worden. Es würden genau die Mengen geliefert, die er seit Wochen angekündigt habe «mit dem Hinweis, dass es am Anfang knapp sein würde und wir deshalb priorisieren müssen». Die Bundesregierung spreche mit dem Hersteller Biontech und dem Land Hessen darüber, wie man schon im Februar in Marburg eine zusätzliche Produktionsstätte schaffen könne, sagte er.

Abermals plädierte der CDU-Politiker für eine Verlängerung des Lockdowns über den 10. Januar hinaus. Auch die Schulen und Kitas sollten weiter geschlossen bleiben. Das sei für Schüler und Eltern zwar schwierig. «Aber auch da gilt: Es ist für alle leichter, jetzt eine Woche länger die Schulen zuzuhaben, als sie aufzumachen und dann irgendwann in einigen Wochen wieder vor Debatten zu stehen», erklärte Spahn.

(dpa)

Ausgangssperre in stark betroffenen Gebieten in Frankreich vorgezogen

17:16
02.01.2021
In besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Gebieten in Frankreich ist die nächtliche Ausgangssperre vorgezogen worden. Schon ab 18.00 Uhr dürfen Menschen in 15 französischen Départements seit Samstag das Haus nur noch mit triftigem Grund verlassen. Die meisten dieser Gebiete liegen im Nordosten des Landes, teils in Grenznähe zu Deutschland, Belgien und der Schweiz. Eine Unterscheidung zwischen Städten und ländlichen Regionen soll es bei der Ausgangssperre nicht geben, wie Frankreichs Regierungssprecher Gabriel Attal am Freitag dem Sender TF1 sagte. Die neue Vorgabe trifft etwa 6 Millionen der 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Frankreichs.

Die Regierung reagiert damit auf die erheblichen regionalen Unterschiede beim Infektionsgeschehen. In den meisten Départements gilt die nächtliche Ausgangssperre weiterhin zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr. Sie war Mitte Dezember auf einen wochenlangen Lockdown gefolgt, bei dem das Haus auch tagsüber nur mit triftigem Grund verlassen werden durfte. Dazu zählten etwa einkaufen, begrenzt Sport treiben oder spazieren. Während der Ausgangssperre ist dies nicht erlaubt.

Frankreich wurde schwer von der Corona-Pandemie getroffen. Insgesamt starben mehr als 64 700 Menschen. Am Freitag meldete die nationale Gesundheitsbehörde rund 19 350 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Damit ist das Land noch weit von der Zielgröße von weniger als 5000 Neuinfektionen täglich entfernt. Regierungssprecher Attal sagte am Freitag entsprechend, dass Kinos, Theater und Museen nicht wie ursprünglich vorgesehen am 7. Januar werden öffnen können.

(dpa)

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