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Schweiz genehmigt Biontech-Impfstoff - «erste ordentliche Zulassung»

11:08
19.12.2020
Die Schweiz hat dem vom Mainzer Unternehmen Biontech und dessen US-Partner Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff eine Zulassung erteilt. Dabei handele es sich um die weltweit erste Zulassung in einem ordentlichen Verfahren statt einer Notfallzulassung, teilte die Zulassungsbehörde Swissmedic am Samstag in Bern mit. Der Impfstoff sei seit Mitte Oktober bei laufend eingereichten Unterlagen begutachtet worden.

«Die bis jetzt vorliegenden Daten zeigten in allen untersuchten Altersgruppen eine vergleichbare, hohe Wirksamkeit und erfüllten die Anforderungen an die Sicherheit», erklärte die Behörde. Die häufigsten dokumentierten Nebenwirkungen seien vergleichbar mit denen einer Grippeimpfung. «Nach der minutiösen Prüfung der verfügbaren Informationen kommt Swissmedic zum Schluss, dass der Covid-19-Impfstoff von Pfizer/Biontech sicher ist.»

Das Präparat von Biontech/Pfizer wurde bereits seit Anfang Dezember zuerst in Großbritannien und dann in mehreren anderen Ländern weltweit per Notfallzulassung freigegeben. Inzwischen haben unter anderem Kanada, Bahrain, Saudi-Arabien, Mexiko, Ecuador und Chile den Impfstoff genehmigt.

Die europäische Arzneimittelagentur EMA gibt an diesem Montag ihre Beurteilung über den Biontech/Pfizer-Impfstoff ab. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet nach eigenen Worten, dass die EU-Kommission das Serum am Dienstag zulässt.

(dpa)

Kommunalverband: Gesundheitsämter können Impfungen nicht übernehmen

11:07
19.12.2020
Der Deutsche Städtetag hat davor gewarnt, beim Beginn der Corona-Impfungen auf die Gesundheitsämter der Kommunen zu setzen. «Wenn der Impfstoff da ist, dürfen die Impfungen nicht an  fehlendem Personal scheitern. Das medizinische Personal der
Gesundheitsämter ist durch die Pandemie auf absehbare Zeit  voll ausgelastet und kann nicht zusätzlich auch noch die  Impfungen übernehmen», sagte Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, der «Passauer Neuen Presse» (Samstag). «Wir sehen hier vor allem Länder und Kassenärzte gefordert.»

Materiell sei man bei den Impfzentren gut aufgestellt. Seit dem Stichtag 15. Dezember stünden Räume, Ausstattung und Verwaltungskapazitäten bereit, erklärte er weiter. «Sobald der  konkrete Impfstart feststeht, brauchen wir vier, fünf Tage, um  die Impfzentren aus ihrem Standby-Modus hochzufahren. Dann kann es  losgehen.»

(dpa)

Verdi-Chef: Pädagogische Fachkräfte recht früh impfen

08:40
19.12.2020
Verdi-Landeschef Martin Gross hat die Politik aufgefordert, Erzieherinnen und pädagogische Fachkräfte von Kitas eine frühzeitige Impfung gegen das Coronavirus zu ermöglichen. Sie seien die einzigen Beschäftigten, die direkten Kontakt zu anderen hätten, ohne sich vor einer Ansteckung schützen zu können, sagte Gross der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Vor diesem Hintergrund müsse das Personal der Kindertagesstätten bei der Impfung vorrangig berücksichtigt werden. «Direkt nach den Beschäftigten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.»

Gross bekräftigte, die Impfung dürfe nur auf freiwilliger Basis erfolgen. «Kein Beschäftigter darf von seinem Arbeitgeber dazu gezwungen werden. Und auch nicht gedrängt. Die Entscheidung muss jede und jeder für sich selbst treffen dürfen.»

So schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich zu impfen, halte Verdi für den richtigen Weg. Der Gewerkschafter sagte weiter, eine hohe Impfquote bei pädagogischen Fachkräften sei ganz wichtig für eine funktionierende Gesellschaft.

(dpa)

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