Letztes Update:
20201229104712

Nach negativen Tests: Polens Skispringer können bei Tournee starten

09:34
29.12.2020
Die polnischen Skispringer dürfen nun doch beim Auftakt der Vierschanzentournee starten. Das gaben die Veranstalter am Dienstagmorgen bekannt. Eine weitere Corona-Testreihe bei der Mannschaft um Titelverteidiger Dawid Kubacki und Olympiasieger Kamil Stoch war zuvor negativ ausgefallen. Das zuständige Gesundheitsamt Oberallgäu hatte daraufhin die Quarantäne für das Team aufgehoben.

Ein positiver Corona-Test bei Skispringer Klemens Muranka hatte am Montag eigentlich zum Ausschluss der Polen von der Qualifikation und vom an diesem Dienstag geplanten Auftaktspringen in Oberstdorf geführt. Am Montagabend hatten Muranka und seine Teamkollegen dann komplett negative Befunde erhalten und der Weltverband Fis hatte mitgeteilt, dass die Mannschaft bei einem weiteren negativen Testergebnis nun doch starten könne.

Durch die Entscheidung, die Polen nun doch starten zu lassen, ändert sich der Wettkampfmodus am Dienstag. Statt der K.o.-Duelle der besten 50 Springer im ersten Durchgang findet nun um 16.30 Uhr (ZDF und Eurosport) ein erster Durchgang mit allen 62 Sportlern statt. Der K.o.-Modus entfällt. Zwei Stunden vor dem Wettkampf wurde eine Trainingsrunde für die Polen ins Programm genommen, um 15 Uhr findet ein Probedurchgang statt.

(dpa)

Intensivmediziner befürchten verschärften Personalmangel

08:03
29.12.2020
Der Mangel an Pflegekräften in Krankenhäusern infolge der Corona-Pandemie könnte sich aus Sicht der Intensivmediziner noch verstärken. «Wir befürchten durch die monatelangen Belastungen, die die Pflegekräfte jetzt mitgemacht haben auf den Intensivstationen, dass wir Anfang kommenden Jahres Leute haben werden, die unter der Last zusammenbrechen und nicht mehr resilient genug sind und tatsächlich dann ins Aus gehen», sagte der Chef der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, Uwe Janssens, am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin». «Die Lage auf den Intensivstationen ist nach wie vor wirklich sehr angespannt.» Man kämpfe weiter mit den Folgen der hohen Infektionszahlen der vergangenen Wochen.

Janssens mahnte ein einheitliches Gesamtkonzept der Politik an. Es müsse mit einer Stimme gesprochen werden, und es müssten Ziele weit für das Jahr 2021 formuliert werden. Den Zielwert etwa von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen nannte Janssens «ein wenig zu hoch gesteckt». Niedrige Ziele, anhaltend wären für die Medizin und die Belastung des Gesundheitssystems «sehr, sehr wichtig».

Mit Blick auf die Impfbereitschaft unter medizinischem Fachpersonal sprach Janssens von einer «gewissen Impfskepsis». Auch die Beschäftigten im Medizinbereich müssten mitgenommen und überzeugt werden, sich impfen zu lassen - für sich selbst, aber auch für die Allgemeinheit. Das sei eine der wichtigsten Aufgaben. Die ersten Ergebnisse der Impfung seien «sehr, sehr ermutigend».

(dpa)

FDP: Corona-Krise verstärkt Benachteiligung von Frauen

05:57
29.12.2020
Die FDP fordert von der Bundesregierung mehr Anstrengungen für die Gleichstellung von Frauen - gerade in der Corona-Krise. Diese lege schonungslos offen, in welchen Bereichen es «noch erheblichen Nachholbedarf gibt», sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Bundestagsfraktion, Bettina Stark-Watzinger, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Wir fordern daher, dass dringend an mehreren Stellschrauben nachgebessert wird.»

So müssten die Steuerklassen III und V wegfallen. «Diese Konstellation wirkt sich häufig nachteilig für Frauen aus, da sie in den meisten Fällen Steuerklasse V und damit ein geringeres Nettogehalt erhalten.» Durch die ausschließliche Orientierung des coronabedingten Kurzarbeitergelds am Nettogehalt entstehe eine doppelte Benachteiligung und eine verstärkte finanzielle Abhängigkeit. Darüber hinaus sollte das Rentensplitting bei Ehegatten von vornherein durchgeführt und kommuniziert werden. Jeder der beiden Partner müsse einen separaten Ausweis über die Rentenansprüche bekommen.

«Von entscheidender Bedeutung ist jedoch, dass sich die Bundesregierung endlich bei der Frage der Flexibilisierung der Arbeitszeiten bewegt», sagte Stark-Watzinger. «Denn nur so erhalten Frauen und Männer faire Chancen, Familie und Beruf gerade in diesen herausfordernden Zeiten unter einen Hut bekommen zu können.»

Die FDP-Politikerin wies auf Studien hin, nach denen in der Corona-Krise die zusätzlichen Belastungen für Familien durch Kita- und Schulschließungen fast alleine von Frauen abgefedert werden. «Die Folgen sind häufig sehr weitreichend: Viele Frauen haben sich bereits teilweise oder gänzlich aus ihren Jobs zurückgezogen - eine Rückkehr ins Erwerbsleben ist aktuell zudem ungewiss.»

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen