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Ortenaukreis: Erste Bewohner von Pflegeheimen gegen Covid-19 geimpft

16:22
27.12.2020
Die ersten Impfungen durch Mobile Impfteams (MIT) haben begonnen. Am Sonntag, 27. Dezember 2020, haben drei MIT mit den Impfungen von 325 Bewohnern in vier Pflegeheimen, davon drei im Ortenaukreis und ein Pflegeheim im Landkreis Emmendingen, begonnen. Die MIT, die an das Zentrale Impfzentrum (ZIZ) angegliedert sind, sind neben dem Ortenaukreis auch für die Landkreise Emmendingen, Rottweil, Tuttlingen und den Schwarzwald-Baar-Kreis zuständig. Unterstützt werden die Impfteams durch die Projektbeteiligten der Stadt Offenburg und des Landratsamtes Ortenaukreis, die Hausärzte der jeweiligen Einrichtungen sowie die beiden Pandemiebeauftragten der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg für den Ortenaukreis und den Landkreis Emmendingen, Doris Reinhardt und Dirk Kölblin.

Die Mobilen Impfteams sind an das ZIZ in Offenburg angegliedert und für die Impfung von Bewohnern von Pflegeheimen zuständig. Im ZIZ und ab dem 15. Januar auch in den beiden Kreisimpfzentren in Offenburg und Lahr können sich Personen anhand der Priorisierung des bundesweiten Stufenplans gegen Covid-19 impfen lassen. Dies sind zu Beginn der Impfungen hauptsächlich Personen über 80 Jahre. Für den oben genannten Personenkreis steht die Corona-Hotline des Gesundheitsamts des Ortenaukreises unter Tel. 0781 805 9695 bei Fragen rund um das Thema Corona und Impfung zur Verfügung – nicht für Terminvereinbarungen.

(pm)

Offizieller Auftakt der Impfung in Südwesten - Pflegerin geimpft

12:51
27.12.2020
Zum offiziellen Start der Impfung gegen das Corona-Virus im Südwesten ist am Sonntag eine Pflegerin des Stuttgarter Klinikums geimpft worden «Klein, aber fein», sagte die 30-Jährige zu der Spritze im Beisein von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Die Frau arbeitet seit mehreren Monaten auf einer Station mit Covid-19-Patienten. Sie erhielt die Spritze im Impfzentrum in der Stuttgarter Liederhalle. Landesweit begannen am Sonntag die Impfungen.

Kretschmann sagte: «Der Impfstoff ist ein Meilenstein in der Pandemiebekämpfung. Er ist der Schlüssel für die von uns allen ersehnte Rückkehr zum gewohnten Leben – auch wenn wir weiter geduldig bleiben müssen.» Er werbe deswegen mit Nachdruck für das Impfen.

(dpa/lsw)

Corona lässt Einbrecher verzweifeln - immer weniger Beutezüge

08:47
27.12.2020
Der Winter war eigentlich immer die Hochsaison für Einbrecher. Früh wird es dunkel, spät erst wieder hell. Die Coronakrise macht den Dieben einen dicken Strich durch die Rechnung. Denn viele Mieter und Hausbesitzer sind wegen der Pandemie zu Hause - und passen auf.

Die Corona-Krise macht auch Einbrechern das Leben im Südwesten schwerer. Das Landeskriminalamt rechnet bei der Zahl der Wohnungseinbrüche mit dem niedrigsten Stand seit 1971. Nach vorläufigen Schätzungen der Behörde sind die Fälle 2020 um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Coronabedingte Einschränkungen hinderten Einbrecher an Beutezügen, da viele Menschen im Homeoffice arbeiteten und seltener ausgingen, sagte eine Sprecherin. «Das nimmt den Kriminellen die Gelegenheiten in eine "leere" Wohnung einzudringen.»

Mit Beginn der Pandemie seien die Zahlen von Mitte März bis Juni 2020 auf ein niedriges Niveau gesunken. «Von Juli bis September stiegen die Fallzahlen wieder leicht an, lagen aber immer noch deutlich unter denen der Vorjahre», teilte die Sprecherin mit. Der sonst übliche Anstieg zur sogenannten dunklen Jahreszeit sei dieses Jahr ausgeblieben und finde wegen des Lockdowns auch nicht mehr statt. Auch Einbrüche in gewerblichen Gebäuden oder Autodiebstähle sind den vorläufigen Zahlen zufolge rückläufig, wie die Behörde mitteilte.

Mit der Kriminalstatistik im Frühjahr des kommenden Jahres will das Innenministerium einen genauen Überblick liefern. Nach Ansicht der Polizei im Südwesten hat die Corona-Pandemie jedoch Betrugsdelikte verstärkt. Täter nutzten die aktuelle Pandemielage für kriminelle Zwecke aus, teilte das Innenministerium mit. Mit sogenannten Enkeltricks spielten Kriminelle etwa eine Infektion mit dem Coronavirus vor, um Geld zu erhalten.

(dpa/lsw)

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