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Kapitel

Donnerstag, 24. Dezember

DRK: Infektionsrate bei Weihnachts-Schnelltests unter halbem Prozent

11:57
24.12.2020
Die Zahl der Corona-Infizierten bei den Schnelltests zu Weihnachten ist nach Auskunft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sehr gering. Die Rate liege unter einem halben Prozent, sagte der Sprecher des DRK-Landesverbands, Udo Bangerter, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. «Wir sind sehr zufrieden mit der Aktion.» Das DRK hat landesweit mehr als 100 Stationen für die Tests errichtet - etwa zwei Drittel aller von Hilfsorganisationen angebotenen Teststandorte. Unter freiem Himmel, in Gebäuden, Hallen und bei Durchfahr-Stationen testeten Freiwillige Menschen, die für die Besuche bei Angehörigen auf Nummer sicher gehen wollten. In bis zu einer halben Stunde danach hatten sie das Ergebnis des Antigentests. Rund 80 000 Test-Kits waren vom Sozialministerium kostenfrei bereit gestellt worden. In 114 Gemeinden im Südwesten gab es das Angebot.

Die Testwilligen seien sehr diszipliniert und ernsthaft gewesen, sagte der Sprecher des Landesverbandes in Stuttgart. Die Ansammlung zahlreicher Menschen sei über die Online-Anmeldung verhindert worden. Zum Teil hatten aber auch «Laufkunden» Chancen auf einen Abstrich. So etwa in Göppingen. Dort waren am Mittwoch 450 Menschen getestet worden - darunter kein einziger Infizierter. Tobias Neugebauer vom DRK in Göppingen mutmaßt, dass vor allem diejenigen, sich testen lassen, die sind, die ohnehin aufpassen. «Die Unvorsichtigen kommen gar nicht hierher.»

Die Aktion geht auf eine Initiative der Tübinger Ärztin und DRK-Kreisverbandspräsidentin Lisa Federle zurück. Ziel ist, Risikogruppen vor Ansteckung zu schützen und ihnen ein Weihnachtsfest gemeinsam mit ihrer Familie zu ermöglichen.

(dpa/lsw)

Gewissheit vor der Bescherung - Start der Corona-Schnelltest-Aktion

11:49
24.12.2020
Vor der Bescherung soll für Zehntausende Menschen die Gewissheit stehen. Mit einer landesweiten Schnelltest-Aktion sollen Infektionen am Weihnachtsbaum möglichst verhindert werden. Das ist dringend nötig. Denn die Zahlen steigen auch im Südwesten rasant weiter.

Stuttgart (dpa/lsw) - Kurz vor Heiligabend können sich landesweit Zehntausende von Menschen auf das Coronavirus testen lassen, um möglichst sicher zu gehen, dass sie bei der Bescherung keine Verwandten oder enge Freunde infizieren. Geplant sind von Mittwoch an Schnelltests für rund 80 000 Menschen. Mit dem Auftakt am Morgen zeigte sich das Deutsche Rote Kreuz zufrieden. «Es läuft vorbildlich, die Regeln werden eingehalten», sagte DRK-Sprecher Udo Bangerter.

Kurzentschlossene dürften es allerdings schwer haben, an den rund 140 Standorten noch einen Test zu ergattern. Laut DRK und Johannitern waren fast alle Termine vorab bereits vergeben. Nur an einzelnen Test-Stationen ist keine Voranmeldung nötig. Dort kann es aber laut DRK zu langen Wartezeiten kommen.

Die Schnelltest-Aktion am Mittwoch und an Heiligabend richtet sich vor allem an Menschen, die gefährdete Angehörige besuchen wollen und dafür mehr Sicherheit suchen. Die Tests geben innerhalb von 15 bis 30 Minuten Auskunft darüber, ob jemand ansteckend ist. Sie liefern jedoch keine absolute Sicherheit: Auch bei einem negativen Testergebnis müssen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Ein flächendeckendes Angebot an Test-Stationen gibt es nicht. In Karlsruhe etwa wurde die Aktion wegen Bedenken des Gesundheitsamts wieder abgesagt. Andernorts fehlen bei den Hilfsorganisationen nach eigenen Angaben die Kapazitäten.

Die Landesregierung will vor allem weitere Infektionen rund um das Weihnachtsfest und die Feiertage so weit wie möglich verhindern. Das scheint auch dringend nötig zu sein: Nach Angaben von Dienstagabend ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Baden-Württemberg innerhalb eines Tages um 3000 Fälle gestiegen. Das Landesgesundheitsamt verzeichnete zudem 166 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus (Stand 16.00) - ein weiterer Höchstwert.

Die Zahl der bisher nachgewiesenen Fälle im Land stieg damit auf aktuell 217 454. Als genesen gelten den Angaben zufolge 154 622 Menschen im Südwesten. 4266 Menschen starben bisher mit einer Corona-Infektion. Der Sieben-Tage-Wert für die Neuinfektionen je 100 000 Einwohner beträgt für das ganze Land aktuell 202,1. Sechs Kreise liegen über 300. Der Neckar-Odenwald-Kreis liegt bei 379,4, der Kreis Rottweil bei 372,5. Ab 50 gilt ein Kreis als Risikogebiet.

Die ersten Impfungen gegen das Virus sind für diesen Sonntag (27. Dezember) geplant. Es ist allerdings noch nicht ganz sicher, ob Termine auch schon über die bundesweit einheitliche Bereitschaftsdienst-Nummer angemeldet werden können. Zunächst sollen 87 750 Dosen des Corona-Impfstoffs pro Woche in den Südwesten geliefert werden. So steht es in einem Lieferplan des Mainzer Unternehmens Biontech, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Liefermenge für die zunächst neun Zentralen Impfzentren richtet sich nach der Zahl der Einwohner des Bundeslandes.

(dpa)

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