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Stuttgarter Comic Con coronabedingt im Internet

04:42
25.11.2020
Aufgrund der Coronapandemie findet die Stuttgarter Comic Con in diesem Jahr unter dem Schlagwort «#CCONdahoim» im Internet statt. Anders als bei den üblichen Großveranstaltungen der Comic- und Fantasymesse auf dem Stuttgarter Messegelände können Comic- und Filmfans am Samstag und am Sonntag (28. und 29. November) die prominenten Gäste per Livestream auf der Plattform Twitch sehen und befragen.

Nach Angaben der Veranstalter sind Diskussionen mit Schauspielern wie Martin Semmelrogge, Radost Bokel, Patrick Bach und Patrick Sass vorgesehen. Wie in den Vorjahren stehe trotz Pandemie auch in diesem Jahr die Kunst des Comiczeichnens weit oben auf der Agenda. So beantworten verschiedene Zeichner Fragen der Comicfans im Internet. Weitere Panels seien zudem mit den deutschen Synchronsprechern der Serien Lucifer, King of Queens und TKKG vorgesehen.

Wie die Veranstalter betonen, könnten alle Teilnehmer während der Panels den Akteuren ihre Fragen stellen. Parallel zum Stream laufen einige Versteigerungen von Merchandise und Memorabilia, deren Erlöse einem guten Zweck zukommen sollen, wie es weiter heißt. Für Samstagabend sollen zudem ein Live-Konzert des deutschen Songwriters Sven Dorau sowie eine Aftershowparty gestreamt werden.

(dpa/lsw)

Lässt Corona die Sternsinger verstummen?

04:41
25.11.2020
Sternsinger, die nicht singen - unter Corona-Bedingungen könnte das passieren. Den Segen gibt es in diesem Jahr mit Maske und Desinfektionsmittel. Auch wenn die Kirchen einige Ideen haben.

Den Segen der Sternsinger bekommen Bürger zum Jahreswechsel diesmal wegen der Corona-Regeln aller Voraussicht nach mit Maske und Desinfektionsmittel - dafür vielleicht aber ohne Gesang. «Generell gilt, dass Wohnungen von den Sternsingern nicht betreten werden dürfen. Und gesungen werden darf nur dann, wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann», erläuterte ein Sprecher der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Wenn nicht gesungen werden kann, solle nur der Spruch aufgesagt werden. Das Kindermissionswerk habe ein Hygienekonzept und einen Leitfaden für die Gruppen vorgelegt.

«Ganz wichtig für das Kindermissionswerk ist, dass die Sternsinger-Gruppen immer von einem älteren Jugendlichen oder Erwachsenen begleitet werden, der auch Desinfektionsmittel bei sich hat», teilte der Sprecher weiter mit. Zudem gebe es Überlegungen, wie die Aktion auch ohne tatsächlichen Besuch zu Menschen kommen kann.

Allerdings lasse sich der Einsatz der mehr als 20 000 Kinder und Jugendlichen allein in der Erzdiözese Freiburg nicht einfach ins Internet verlagern, betonte eine Sprecherin dort. Die Erzdiözese biete zurzeit unter anderem digitale Workshops, damit sich die Engagierten austauschen können. «Dabei haben wie in jedem Jahr die Gemeinden vor Ort viel Freiheit und Gestaltungsspielraum - aber natürlich auch viel Verantwortung.» Unklar sei allerdings noch, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen Anfang Januar gelten werden.

«Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten ist es, Anfang Januar eine infektionssichere und segensreiche Sternsingeraktion durchzuführen», erklärte die Sprecherin. «Denn gerade in der aktuellen Situation gibt es an vielen Orten der Welt junge Menschen, die auf unsere Solidarität und unsere Spenden angewiesen sind.»

Traditionell gehen Sternsinger von Tür zu Tür, um Segenswünsche zu bringen. Sie hinterlassen den Segensspruch C+M+B an den Haustüren. Das steht für den lateinischen Satz «Christus mansionem benedicat» (Christus segne dieses Haus). Zugleich sammeln sie Geld für einen guten Zweck. Ende 2019 gehörten noch etwa 3,58 Millionen Menschen im Südwesten der katholischen Kirche an - nach 3,64 Millionen ein Jahr zuvor.

(dpa/lsw)

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