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20201124061509

Kretschmann will Weihnachtsferien verlängern

06:13
24.11.2020
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist wegen der Corona-Pandemie für einen früheren Start der Schüler in die Weihnachtsferien als bisher geplant. Er wolle sich auch bei der anstehenden Bund-Länder-Schalte für längere Weihnachtsferien stark machen, sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend. In Baden-Württemberg wie in einigen anderen Ländern sei bislang der letzte Schultag der 22. Dezember (Dienstag). Wenn die Schüler bereits am 18.12. (Freitag) in die Ferien entlassen würden, habe man bis Heiligabend eine Strecke von fünf bis sechs Tagen, die man nutzen könne, um Kontakte zu minimieren. «Dann wird man an den Feiertagen mit einem entspannteren Gefühl zu den Großeltern fahren und im Kreise der Familie das Weihnachtsfest begehen können», hieß es aus dem Staatsministerium.

Das Kultusministerium hatte vor zwei Wochen betont, dass es keine längeren Weihnachtsferien landesweit anordnen werde, weil es organisatorische Fragen auslösen und zahlreiche Eltern vor Betreuungsprobleme stellen könnte. Allerdings sei es einzelnen Schulen im Land erlaubt, die Weihnachtsferien dieses Jahr durch bewegliche Ferientage zu verlängern. In Baden-Württemberg gibt es in diesem Schuljahr vier bewegliche Ferientage.

Am Mittwoch wollen Bund und Länder Klarheit schaffen, wie es weitergeht mit den Corona-Maßnahmen - und wie Deutschland Weihnachten und Silvester verbringt. Kretschmann will sich den Informationen zufolge dabei besonders für eine allgemeine Maskenpflicht im öffentlichen Raum einsetzen. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung soll nach seiner Auffassung verpflichtend werden an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten - auch dort im Freien, wo sich Menschen auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten.

(dpa)

Märklin verzeichnet hohe Nachfrage während der Corona-Krise

06:12
24.11.2020
Der Modelleisenbahn-Hersteller Märklin verzeichnet während der Corona-Pandemie eine gestiegene Nachfrage. Diese macht sich beim Marktführer vor allem bei der Service-Hotline bemerkbar. «Es gibt extrem viele Leute, die sich neu mit dem Hobby beschäftigen und Aufbauhilfe brauchen», sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Florian Sieber über die Kunden des Göppinger Unternehmens.

Aktuell mangele es nicht an der Nachfrage, sondern eher daran, dass die Produktionskapazitäten eingeschränkt seien. Aufgrund der Corona-Krise standen im Frühjahr die Märklin-Fabriken am deutschen Stammsitz Göppingen und in Ungarn über Wochen still. Anfang des Jahres hatte Sieber noch von einem Umsatzplus um 5 auf 117 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019/2020 gesprochen. Mit 112 Millionen Euro Umsatz schloss das Geschäftsjahr nun auf Vorjahresniveau. Für dieses Jahr wagt Sieber keine genaue Prognose, hält aber ein leichtes Wachstum für möglich.

Der Bobby-Car-Produzent Simba Dickie im bayerischen Fürth hatte den insolventen Modellbahnhersteller Märklin 2013 übernommen. Nach Jahren der Stagnation war der Umsatz zuletzt wieder gestiegen.

Das Hobby Modelleisenbahn hatte zuletzt wieder Fahrt aufgenommen und auch anderen Herstellern eine steigende Nachfrage beschert. Seit ein paar Jahren gehe die Entwicklung stetig nach oben, sagt Ulrich Brobeil vom Deutschen Verband der Spielwarenindustrie. Die meisten Hersteller seien zurzeit mit der Umsatzentwicklung sehr zufrieden.

(dpa/lsw)

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