Letztes Update:
20201216180209

BW-Ministerium verkündet Höchststand an Nutzern auf Lernplattform

16:48
16.12.2020
Am ersten Tag der Schulschließungen in Baden-Württemberg hat das Kultusministerium beim Fernunterricht einen Höchststand an Nutzern auf der digitalen Lernplattform Moodle registriert. «Das Videokonferenztool BigBlueButton hatte heute Vormittag einen Nutzerrekord mit 32.500 Usern online», teilte eine Sprecherin am Mittwoch auf dpa-Anfrage mit. Das sei etwa das dreifache Nutzungsaufkommen als zu Hochzeiten bei den coronabedingen Schulschließungen im Frühjahr. Die Lernplattform Moodle, in die das Videokonferenztool integriert ist, laufe stabil.

In Bayern war es zu Beginn des bundesweiten Lockdowns zu Problemen mit der dortigen Plattform Mebis gekommen, die nur eingeschränkt erreichbar gewesen war. Im Südwesten gibt es derzeit nur für Abschlussklassen Fernunterricht, der bis zu Beginn der regulären Weihnachtsferien am 23. Dezember läuft. Die große Mehrheit der knapp 1,5 Millionen Schüler hat schon vorgezogene Weihnachtsferien.

Das Kultusministerium hatte die Plattform Moodle verbessern müssen, nachdem sie im Frühjahr überlastet gewesen war. Bildungsverbände hatten das Ministerium kritisiert, weil das System nicht an jeder Schule genutzt wurde. Der Philologenverband dagegen lobte die Nutzung zuletzt.

Moodle ist ein Lernmanagementsystem, über das Schüler und Lehrer online miteinander in Kontakt treten. Darin können Lerngruppen eingerichtet und Aufgaben verteilt und dann bearbeitet zurückgegeben werden. Schüler und Lehrer können in Foren miteinander diskutieren und Informationen austauschen. Zudem gibt es eine Art Chatfunktion.

(dpa/lsw)

Menschen tauschen im Bürgerforum Corona ihre Ideen zur Pandemie aus

15:53
16.12.2020
Am ersten Tag des harten Corona-Lockdowns ist auch erstmals das neue Forum zusammengekommen, das sich für mehr Bürgerbeteiligung während der Pandemie einsetzen soll. Rund 50 zufällig ausgewählte Menschen aus fast allen Landkreisen wollen sich künftig über eine Videokonferenz monatlich zusammenschalten, um Ideen auszutauschen und über ihre Sorgen zu sprechen. Auch Gegner der Corona-Einschränkungen sollen in dem Gremium zu Wort kommen, sagte die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Gisela Erler (Grüne), beim ersten Gespräch des Forums am Mittwoch. Geplant sei auch, Experten und Politiker einzubinden.

Anders als bei Umfragen diskutierten die Teilnehmer in einem Forum, sagte Erler, sie bildeten sich Meinungen und änderten ihre eigene mitunter auch. «Das ist eine Qualität, die haben wir sonst nie», sagte die Staatsrätin. Ähnliche Foren hat es in Baden-Württemberg bereits zu Themen wie der Altersversorgung der Abgeordneten und zuletzt zur Sanierung der Württembergischen Staatstheater in Stuttgart gegeben. «Man muss ja nicht umsetzen, was von den Bürgern kommt», sagte Erler. «Aber man muss erklären, wenn man es nicht tut.»

(dpa/lsw)

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