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20201216105106

Findiges Freudenstadt - Nach Video-Anruf folgt Lieferservice

04:57
16.12.2020
Weihnachtsgeschäft ade? Nicht in Freudenstadt: Mit einer findigen Idee sollen Kunden in rund 55 Geschäften der Stadt trotz coronabedingter Schließungen weiter einkaufen können. Dies kann über ein Face-Time-Gespräch erfolgen, bei dem der Kunde durch das Geschäft geführt wird und sich die Ware aussuchen kann. Geliefert wird sie dann vom Verkäufer beispielsweise per Auto. «Eine andere Möglichkeit, die wir anbieten, ist Schaufenster-Shopping», sagt die Geschäftsführerin der Freudenstadt-Marketing, Deniz Özkul, am Dienstag. Dazu geht der Kunde vor das Schaufenster, das immer wieder neu sortiert wird, und zeigt auf die Ware. Diese wird ihm dann nach Hause geliefert. 

Außerdem gibt es Anrufberatungen, die laut Özkul speziell für ältere Menschen gedacht sind. Alle diejenigen, die kein Internet hätten oder es nicht benutzen könnten, um Details zum Service zu erfahren, könnten beim Freudenstadt-Marketing anrufen und um Hilfe bitten. «Ich werde diese Personen dann informieren, wo es was gibt und wie Sie die Einzelhändler erreichen können. Ich biete ihnen auch an, Ihren Einkauf zu besorgen und zu ihnen zu bringen», erklärt Özkul.

Ab Mittwoch wird zudem eine ganzseitige Anzeige in der lokalen Zeitung geschaltet, um die Pläne kundzutun. «Wir wollen, dass das Geld in Freudenstadt bleibt. Wir wollen nicht, dass man auf andere Online-Plattformen ausweicht. In der Anzeige steht: «Wir sind hier», «Wir sind für euch da» und «Unterstütze deine Stadt». In dieser Anzeige werden alle aufgelistet, die einen Lieferservice, Abholservice, Beratungsservice, Facetime-Shopping-Service, Telefonberatung oder eine Shopping-Website anbieten. Darunter sind Dekogeschäfte, Spielwarenanbieter und Autohäuser.

(dpa/lsw)

Kitas im Land sehen sich gut gewappnet für Notbetreuung

04:56
16.12.2020
Vor dem geplanten Start der Notbetreuung in den Kitas im Land ab Mittwoch zeigen sich die Einrichtungen grundsätzlich gut gewappnet. Die meisten Träger und Kommunen hätten sich seit dem ersten Lockdown intensiv mit dem Thema Notbetreuung auseinandergesetzt und einiges gelernt, teilte Kristina Reisinger, Sprecherin des Kommunalverbands für Jugend und Soziales (KVJS) Baden-Württemberg am Dienstag mit. Sie gehe deshalb davon aus, dass es diesmal wesentlich besser funktionieren werde. Der KVJS berät und beaufsichtigt rund 8800 Kindertagesstätten in Baden-Württemberg.

Dennoch erreichte die Einrichtungen im Land erst am Dienstag eine ausführlichere Handreichung zur Umsetzung der Notbetreuung durch das Kultusministerium, wie eine Sprecherin mitteilte. Darin ist etwa geregelt, dass es keiner besonderen Form bedarf, um die Notbetreuung zu beantragen. Auch die Kriterien, um eine Notbetreuung in Anspruch zu nehmen, werden erläutert. Diese fallen weniger streng aus als noch im Frühjahr. So sind laut Kultusministerium all die Kinder zu einer Notbetreuung berechtigt, deren Eltern beide beruflich unabkömmlich und an der Betreuung ihres Kindes gehindert sind. Dabei wird nicht zwischen einer Tätigkeit im Homeoffice oder außerhalb der eigenen Wohnung unterschieden. Bei Alleinerziehenden kommt es allein auf eine berufliche Tätigkeit an.

Wie sehr das Angebot in Anspruch genommen wird, lässt sich für Kristina Reisinger von KVJS nicht absehen. Wie gut das ganze klappe, hänge zudem auch von der Entwicklung der weiteren Infektionszahlen und den Personalressourcen der einzelnen Einrichtungen ab. Das Kultusministerium sieht die Kitas im Land gut für die Notbetreuung vorbereitet. Sie hätten bereits in den Monaten März, April und Mai eine Notbetreuung landesweit organisiert und auf die Beine gestellt. Auf diese Erfahrungen könnten nun alle Akteure unmittelbar zurückgreifen, teilte die Sprecherin des Ministeriums mit.

(dpa/lsw)

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