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Corona sorgt für Boom bei Spezialkühlschrank-Herstellern

05:00
15.12.2020
Die Vorbereitungen für eine Massenimpfung gegen das Coronavirus in Deutschland sorgen bei den Herstellern von medizinischen Spezialkühlschränken für eine erhöhte Nachfrage. Bei der Philipp Kirsch GmbH aus Willstätt nahe Offenburg, die unter anderem Impfzentren, Pharmaunternehmen und Krankenhäuser beliefert, seien viel mehr Bestellungen eingegangen, sagte Geschäftsführer Jochen Kopitzke der Deutschen Presse-Agenutur.

Zwischen Januar und November sei der Auftragseingang um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Der Umsatz steige dieses Jahr voraussichtlich um acht Prozent auf 15 Millionen Euro. Das Unternehmen stellt Kühlschränke mit besonders stabiler Temperatur und Warnsystem für eventuelle Schwankungen her. Vom kältesten bis zum wärmsten Ort im Gerät liegen laut Kopitzke höchstens 1,8 Grad Celsius.

Die Firma Binder aus Tuttlingen, die Ultratiefkühlschränke unter anderem für die Lagerung der neuartigen mRNA-Impfstoffe herstellt, hat die Produktion nach Angaben von Vizepräsident Peter Wimmer massiv ausgeweitet. Momentan würden vier bis fünf Mal so viele Kühlschränke hergestellt wie sonst üblich, hieß es. Vor der Pandemie seien es knapp tausend pro Jahr gewesen. Insgesamt habe das Geschäft aber wegen Corona gelitten - besonders im zweiten Quartal. «Wir sind auch Zulieferer etwa für die Automobilindustrie. Und da lief es zuletzt ja nicht so gut», sagte Wimmer.

(dpa/lsw)

Wenn der Leberkäs' aus dem Drive-In kommt

05:00
15.12.2020
Mit dem Auto zum Leberkäs-Drive-In: Seit mehr als einem Monat bietet Metzgerei-Besitzer Franz Weinbuch den Service in Öpfingen bei Ulm an. «Es läuft immer noch ganz gut», sagte der Unternehmer der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem um die Mittagszeit würden die Autos am Drive-In-Schalter Schlange stehen. Die Idee zu dem Geschäftsmodell hatte der Metzger schon Jahre vor Pandemie-Beginn. An Corona habe man bei der Planung nicht gedacht, sagte er. Nun komme die Umsetzung genau zum richtigen Zeitpunkt.

Kurz bevor Gastro-Betriebe Anfang November bundesweit in den Lockdown geschickt worden waren, hatte Weinbuch sein Bistro mit Schalter im Alb-Donau-Kreis eröffnet. Vorbild waren die großen Fast-Food-Ketten aus den USA. Und so funktioniert auch der Leberkäs-Drive-In nach dem gleichen Prinzip: «Die Leute können her fahren, ihren Leberkäs' quasi kontaktlos holen und gleich weiterfahren», so Weinbuch. Ein Leberkäs-Semmel zum Mitnehmen gehe in Schwaben immer. Auch mit dem Beginn des harten Lockdowns am Mittwoch müsse er sein Geschäft nicht schließen.

Mit den To-Go-Konzepten hätten sich viele Gastronomiebetriebe im Südwesten geholfen, um etwa im Gespräch zu bleiben oder einen Teil des Umsatzes einzufahren, hieß es vom Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Doch das sei keine Rettung, sondern nur ein Tropfen auf den heißen Stein, sagte ein Sprecher.

(dpa/lsw)

Risikogruppen erhalten ab Dienstag kostenlose FFP2-Masken

04:59
15.12.2020
Angehörige einer Corona-Risikogruppe erhalten von Dienstag an in den Apotheken im Land kostenlos FFP2-Masken. Das Bundesgesundheitsministerium hat eine entsprechende Verordnung veröffentlicht, wie der Landesapothekerverband mitteilte. Die Abgabe von drei Schutzmasken sei im Dezember kostenfrei. Im Januar und Februar müssten Betroffene für sechs Masken zwei Euro bezahlen. Die Apotheker im Südwesten erwarten einen Ansturm auf das Angebot und rufen daher dazu auf, nicht gleich am ersten Tag zu den Apotheken zu strömen und Warteschlangen zu vermeiden.

Das Bundesgesundheitsministerium geht deutschlandweit von Kosten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro und rund 27 Millionen Berechtigten aus. Das betrifft den Angaben nach etwa Menschen, die älter als 60 Jahre sind sowie bestimmte Vorerkrankte und Risikopatienten. Dazu gehören zum Beispiel Frauen mit Risikoschwangerschaften, Menschen mit schweren Lungenerkrankungen oder auch Demenzkranke. FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam, bieten allerdings auch keinen hundertprozentigen Schutz.

(dpa/lsw)

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