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20201211145127

Schweiz verschärft Corona-Maßnahmen - ein bisschen

14:50
11.12.2020
Wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen greift in der Schweiz die Regierung härter durch. Die am Freitag beschlossenen Maßnahmen bleiben verglichen mit Deutschland und anderen Nachbarländern aber lasch. Ausgangssperren gibt es nicht, Geschäfte und Restaurants werden nicht geschlossen, die Skigebiete bleiben über Weihnachten und Neujahr geöffnet. Treffen in privatem Raum werden nicht weiter beschränkt. Weiter dürfen sich zehn Personen treffen, inklusive Kinder und ohne Beschränkung der Haushalte.

Landesweit sollen Restaurants, Bars, Läden, Museen, Bibliotheken sowie Sport- und Freizeitanlagen nun zwischen 19.00 Uhr und 06.00 Uhr morgens schließen. Das soll bis zum 22. Januar gelten. Abgesehen von Bars und Restaurants sollen sie sonn- und feiertags geschlossen bleiben.

Kantone, die ihre Zahlen bereits mit strikten Maßnahmen herunter gebracht haben, sollen die Sperrstunde auf 23.00 Uhr ausweiten können. Diese Ausnahme gilt, wenn unter anderem ihr R-Wert - der angibt, wie viele Personen ein Infizierter ansteckt - unter 1 bleibt. Landesweit liegt er knapp darüber.

Ansonsten gelten nur Empfehlungen, möglichst zu Hause zu arbeiten und möglichst wenig Menschen zu treffen. Sollte das alles nichts nützen, würden schärfere Maßnahmen beschlossen, sagte Präsidentin Simonetta Sommaruga. ««Machen Sie mit, sonst kommt der Lockdown immer näher», warnte Gesundheitsminister Alain Berset. Am 24. Dezember und für Silvester gilt die Sperrstunde erst ab 01.00 Uhr.

Am Freitag lag die Zahl der Neuinfektionen in der Schweiz innerhalb von 14 Tagen bei fast 622 pro 100 000 Einwohner. In Deutschland lag der Wert pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen bei 156.

Wie in Deutschland die Bundesländer sind in der Schweiz eigentlich die Kantone für die Maßnahmen zuständig. Allerdings war die Regierung frustriert, dass einige zu zögerlich handelten. In der Westschweiz waren Restaurants und Geschäfte teils seit November geschlossen, in anderen Kantonen gab es kaum Auflagen über das Maske-Tragen und Abstand halten hinaus.

(dpa)

Eberl: Bisher keine Lockdown-Signale für den Fußball

14:49
11.12.2020
Max Eberl ist guter Dinge, dass der Profifußball von dem erwarteten harten Lockdown gegen eine unkontrollierte Corona-Ausbreitung verschont bleibt. «Wir haben kein Signal bekommen, was den Fußball betrifft», sagte der Sportchef von Borussia Mönchengladbach am Freitag. Der 47-Jährige verwies auf die bisher überschaubaren Corona-Fälle in den höchsten Ligen: «Ich glaube, dass wir mit unseren Konzepten, die wir im März, April, Mai entwickelt haben, sehr gut gefahren sind. Dass wir gezeigt haben, dass ein Spielbetrieb möglich ist mit wirklich geringster, quasi null Ansteckung.»

Nach Eberls Einschätzung wird sich das Infektionsrisiko im Fußball in den kommenden Wochen eher verringern: «Die meisten Ansteckungen kamen ja, als die Jungs durch die Welt gereist sind. Das würde jetzt erstmals wegfallen, weil Europa vorbei ist und weil die Länderspiele vorbei sind. Dementsprechend haben wir kein Signal bekommen, was den Fußball betrifft, dass wir irgendwie Angst haben müssten. Aber das wird in der Politik entschieden.»

Gleichwohl äußerte Eberl Verständnis für etwaige strengere bundesweite Corona-Maßnahmen: «Das Virus macht nicht halt. Die Gesundheit steht über allem. Und wir wollen auch Weihnachten 2021 und 2022 wieder mit allen Menschen feiern, die uns wichtig sind.»

(dpa)

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