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«Engagement ist hoch» - Kliniken rekrutieren Personal für Impfzentren

12:32
11.12.2020
Vor dem Start von zwei Impfzentren in Stuttgarter Kliniken sehen beide Einrichtungen eine große Arbeitsbereitschaft des Personals. «Das Engagement ist hoch. Viele Chefärztinnen und Chefärzte tragen sich auch nach regulärer Tätigkeit für Spätdienste ein», sagte Jan Steffen Jürgensen, medizinischer Vorstand des Klinikums Stuttgart, am Freitag.

Zusätzlich zu angefragten Fachangestellten und Rettungssanitätern dürfen auch Medizinstudenten im praktischen Jahr in Begleitung eines Arztes die Impfungen verabreichen. Daneben läuft auch eine Anfrage um Hilfe bei der Bundeswehr. Die Bereitschaft der niedergelassenen Ärzte, in den Zentren mitzuarbeiten, ist auch nach Ansicht der Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg hoch.

Die Impfzentren sind ab kommendem Dienstag startbereit. Mit ersten Impfungen mit dem derzeit noch nicht zugelassenen Impfstoff wird ab dem 29. Dezember gerechnet. Das Klinikum Stuttgart will täglich bis zu 2500 Termine anbieten. Zusätzlich werden fünf mobile Teams in Altenheimen Personal und Bewohner impfen. Im Robert-Bosch-Krankenhaus sollen täglich 1500 Menschen versorgt werden.

In einem anderen Bundesland gab es laut Medienberichten Kritik am Stundenlohn der Ärzte. Doch die «lukrativ anmutenden Vergütungssätze» von 130 Euro seien klug, um Ärzte auch am Wochenende zu bewegen, neben ihrer Praxistätigkeit den Sonntag im Impfzentrum zu verbringen, sagte Jürgensen.

Nicht nur Mediziner werden eingesetzt in den neun Zentralen Impfzentren und 50 Kreisimpfzentren im Land, teilte das Sozialministerium mit. Unter anderem werden Security-Mitarbeiter, Dolmetscher und Aushilfen für die Registrierung benötigt.

(dpa/lsw)

Einzelhandel bleibt geöffnet

12:31
11.12.2020
Der Einzelhandel im Südwesten darf in der Vorweihnachtszeit trotz der geplanten coronabedingten Ausgangsbeschränkungen auch tagsüber weiterhin öffnen. «Wir haben ja keinen Lockdown beschlossen», sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart. Es könne aber sein, dass sich Bund und Länder am Sonntag auf weiterreichende Regeln einigen. «Geschäfte vor Weihnachten zu schließen, ist schon eine sehr drastische Maßnahme», sagte er. Sie machten da den Hauptumsatz.

Die Regel gilt bis auf weiteres also nicht nur für Lebensmittel, sondern etwa auch für Mode-Geschäfte. Wichtig sei, dass man zielgerichtet einkaufen und danach nach Hause gehe, sagte Kretschmann. Für die Zeit nach Weihnachten bis 10. Januar hat das Land allerdings einen harten Lockdown angekündigt.

(dpa/lsw)

Kretschmann stellt Lockerungen über Weihnachten wieder infrage

12:31
11.12.2020
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die bundesweit geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen über Weihnachten wieder infrage gestellt. Er könne sich etwa vorstellen, dass die Länder-Regierungschefs den Zeitraum der Lockerungen wegen der stark steigenden Infektionen noch einmal verkürzen, sagte Kretschmann am Freitag in Stuttgart. Wenn man etwas ändere, «sollten wir das auch wieder gemeinsam tun», betonte der Grünen-Politiker.

Bisher ist vorgesehen, dass sich vom 23. bis zum 27. Dezember zehn Personen treffen dürfen, unabhängig vom Verwandtschaftsgrad und der Zahl der beteiligten Haushalte. Es stehe nun im Raum, das wieder auf Familienangehörige zu begrenzen, erläuterte Kretschmann. Hintergrund für die Überlegungen sei auch eine aktuelle Umfrage, die besage, dass sich 40 Prozent der Bevölkerung nicht an die Vorschriften über Weihnachten halten wollten. Das seien «keine guten Nachrichten».

Derzeit gilt noch bis zum 23. Dezember, dass sich lediglich bis zu fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten treffen dürfen. Kinder unter 15 Jahren werden nicht mitgezählt.

(dpa/lsw)

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