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20201211122830

Kretschmann: Zweite Corona-Welle nicht mit milden Mitteln zu brechen

12:28
11.12.2020
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat angesichts steigender Corona-Zahlen von einer alarmierenden Lage gesprochen. Die Hoffnung sei gewesen, die zweite Welle mit vergleichsweise milden Mitteln zu brechen, sagte er am Freitag in Stuttgart. «Doch von dieser Hoffnung müssen wir uns nun verabschieden.» Mit mehr als 4200 Neuinfektionen im Südwesten sei diese Zahl so hoch wie nie. «Man sieht also, dass da nochmal eine enorme Entwicklung stattgefunden hat.» Die Zahl der Todesfälle sei «erschreckend hoch». Vor allem über 80-Jährige erkrankten überdurchschnittlich häufig. «Wir müssen die Zahl der Neuinfektionen schnell und radikal runterdrücken», sagte der Regierungschef.

«Es gibt keine klar erkennbaren Infektionsherde mehr, die wir gezielt bekämpfen könnten», sagte Kretschmann. Innenminister Thomas Strobl betonte: «Die Lage ist nicht unter Kontrolle.» Zwingend seien härtere Schritte nötig. Kretschmann sagte, die Gesellschaft könne es nicht hinnehmen, dass Hunderte Menschen sterben. «Mit dem Virus kann man leider nicht verhandeln und Kompromisse schließen», sagte er.

(dpa/lsw)

Kretschmann: Bundesweiter Lockdown wird kommen

12:27
11.12.2020
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann geht fest davon aus, dass es nach Weihnachten bis mindestens zum 10. Januar einen bundesweiten Lockdown im Kampf gegen das Coronavirus geben wird. Es gebe nach seiner Wahrnehmung einen Konsens unter den Länder-Regierungschefs, sagte der Grünen-Politiker am Freitag in Stuttgart. «Davon kann man also ausgehen. Die Bevölkerung kann sich darauf einstellen.»

(dpa/lsw)

Kretschmann: Ausgangsbeschränkungen im ganzen Südwesten ab Samstag

12:26
11.12.2020
Wegen steigender Corona-Zahlen gilt in ganz Baden-Württemberg ab diesem Samstag eine Ausgangsbeschränkung. Ausnahmen könnten etwa die Arbeit oder ein Arztbesuch sein, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart. Tagsüber sind mehr Kontakte erlaubt als nachts. Nur über Weihnachten - vom 23. bis 27. Dezember - sei der Besuch von privaten und religiösen Veranstaltungen auch nachts erlaubt, sagte Kretschmann. Die Maßnahmen sollen vorerst für vier Wochen gelten.

(dpa/lsw)

Landtag bietet Schnelltests für Abgeordnete und Mitarbeiter an

12:25
11.12.2020
Damit trotz dramatisch steigender Corona-Infektionen das baden-württembergische Parlament arbeitsfähig bleibt, bietet der Landtag Abgeordneten und Mitarbeitern Antigen-Schnelltests an. Das Parlament komme am Montag zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise und einen möglichen Lockdown nach Weihnachten zu beraten, teilte der Landtag am Freitag mit.

Noch im Vorfeld der Sondersitzung können sich am Montag Mitglieder des Landtags sowie Beschäftigte, die in dem Gebäude arbeiten, freiwillig im Landtag testen lassen. Auch Mitgliedern der Landespressekonferenz werde der Antigentest angeboten. Angesichts von zwei weiteren planmäßigen Sitzungen am Mittwoch und Donnerstag werden die Antigentests auch am Dienstag angeboten, hieß es.

Antigen-Tests suchen in Abstrichen aus Mund und Nase nach Molekülen, die charakteristisch für die Viren sind. Das Ergebnis liegt in etwa 15 bis 30 Minuten vor.

(dpa/lsw)

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