Letztes Update:
20201210093848

Dobrindt verteidigt Kontakt-Lockerungen über Weihnachten

08:23
10.12.2020
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat trotz anhaltend hoher Infektionszahlen die Lockerung der Kontaktbeschränkungen an den Festtagen verteidigt. «Es bleibt dabei, dass man Weihnachten die Chance haben muss, sich zu treffen», sagte Dobrindt am Donnerstag im ARD-«Morgenmagazin». Es handele sich um lang ersehnte Treffen der Familien. Um die Sicherheit an den Weihnachtstagen aber zu erhöhen, müssten vorher Maßnahmen getroffen werden.

Ein Distanzunterricht oder Hybridunterricht in den Schulen würde laut Dobrindt «ganz wesentlich» dazu beitragen, dass man das Infektionsrisiko vor Weihnachten minimiere. Bund und Länder müssten deshalb jetzt schnell zusammenkommen, um Entscheidungen für die Zeit vor den Feiertagen zu treffen. Andernfalls drohe die Gefahr, das Virus bei der älteren Generation einzuschleppen, sagte Dobrindt.

Nach dem Bund-Länder-Beschluss von Ende November soll es möglich sein, dass sich vom 23. Dezember bis zum 1. Januar «im engsten Familien- oder Freundeskreis» maximal zehn Personen treffen. Einige Bundesländer weichen von dieser Regelung bereits ab, sie wollen die geltenden strengeren Kontaktbeschränkungen auch während der Feiertage nicht lockern.

Vor allem Bayern und Sachsen dringen zurzeit angesichts hoher Infektionszahlen auf bundesweit schärfere Auflagen. In beiden Ländern sind schon härtere Einschnitte beschlossen. In Sachsen sollen vom kommenden Montag an Schulen, Kitas, Horte und viele Geschäfte geschlossen werden. In Bayern gelten schon seit Mittwoch strengere Regeln wie Ausgangsbeschränkungen, Alkoholverbot in Innenstädten und Ausgangssperren in Hotspots.

(dpa)

Landsberg fordert Corona-Verschärfungen zum 25. Dezember

08:22
10.12.2020
Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, hat schärfere Corona-Regeln vom ersten Weihnachtsfeiertag an gefordert. «Bund und Länder sollten die bisher vereinbarten Lockerungen nach dem 24. Dezember wieder zurücknehmen. Für die Zeit vom 25. Dezember bis 10. Januar brauchen wir härtere Maßnahmen», sagte Landsberg der «Rheinischen Post» (Donnerstag). Dann sollten sich wieder nur höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen.

Der Einzelhandel solle bis Weihnachten geöffnet bleiben, sagte Landsberg weiter. Schließungen vor den Feiertagen halte er nicht für praktikabel, auch wäre der wirtschaftliche Schaden immens. «Das würde in der Bevölkerung auch nicht auf Akzeptanz stoßen, die wir aber für den Erfolg der Maßnahmen dringend benötigen.»

Aktuell dürfen sich fast überall in Deutschland nur zwei Haushalte mit bis zu fünf Personen treffen. Zwischen dem 23. Dezember und dem 1. Januar soll dies vorübergehend gelockert werden. Je nach Land können dann bis zu zehn Personen zusammenkommen, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet. Einige Länder haben bereits strengere Regeln beschlossen.

Das besonders stark betroffene Sachsen will bereits am Montag Schulen, Kitas, Horte und viele Geschäfte schließen. Die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina hatte gefordert, dass vom 24. Dezember bis mindestens 10. Januar in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen sollte. Nur Geschäfte für den täglichen Bedarf sollten geöffnet bleiben.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen