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20201209103451

Baerbock: Nach der Corona-Krise nicht einfach weiter wie bisher

10:34
09.12.2020
Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat gefordert, die Corona-Krise und die notwendigen Hilfspakete für ein Umsteuern in der Politik zu nutzen. «Mit den Milliardenpaketen muss jetzt auch der Grundstein dafür gelegt werden, dass es in Zukunft besser wird», sagte Baerbock am Mittwoch im Bundestag. Vor der Krise sei nicht alles gut gewesen, es hätten etwa Pflegekräfte gefehlt. «Einfach nur zu sagen, wir nehmen Geld in die Hand, und knüpfen dann an, wo wir vor der Krise waren - dann haben wir nichts gelernt. Das ist keine vorausschauende Politik.» Die deutsche Politik müsse den Leitspruch «build back better» von den Vereinten Nationen und dem gewählten US-Präsidenten Joe Biden übernehmen - also: «besser wieder aufbauen».

Konkret bedeute das etwa, im Gesundheitssystem stärker auf Vorsorge zu setzen und Milliardenhilfen für die Wirtschaft zu nutzen, um sie auf den Weg zur Klimaneutralität zu bringen, also eine drastische Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen. Den Wandel zu blockieren, gehe in der globalisierten Welt zulasten des Industriestandorts.

Die Gesellschaft brauche eine Perspektive, dass Politik lernfähig sei, sagte Baerbock. Es brauche einen «klaren Stufenplan» zu den Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie sowie klare gesellschaftliche Prioritäten. «Von einer Ministerpräsidentenrunde zur nächsten uns zu hangeln, das kann so nicht weitergehen.»

(dpa)

Corona-Hilfsprogramme für besonders betroffene Branchen verlängert

10:32
09.12.2020
Einige besonders hart von der Corona-Krise getroffene Branchen können nun noch länger als ursprünglich gedacht Hilfen vom Land erhalten. Das Kabinett hat die Antragsfrist für den sogenannten Tilgungszuschuss Corona für das Schaustellergewerbe und Marktkaufleute, für die Veranstaltungs- und Eventbranche sowie das Taxigewerbe über das Jahresende hinaus verlängert, wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte. Der Zuschuss zu den Tilgungsraten für Kredite kann nun bis zum 24. Februar beantragt werden. Für das Förderprogramm stehen 92 Millionen Euro zur Verfügung. Mehr als 2000 Unternehmen haben den Zuschuss den Angaben zufolge bisher beantragt.

Zudem hat das Land sein Mezzanine-Beteiligungsprogramm für Start-ups und kleine Mittelständler bis zum 30. Juni verlängert. Mezzanine-Kapital ist eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital. Die Unternehmen können es als Eigenkapital verbuchen, ohne dass die Geldgeber dafür Stimmrechte oder sonstige Einflussmöglichkeiten bekommen. Das verbessert die Aussichten, weitere herkömmliche Kredite von den Banken zu erhalten. Pro Unternehmen gibt es maximal 800 000 Euro.

(dpa/lsw)

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