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20201209062246

Höchstwert: 590 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

04:56
09.12.2020
Die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist sprunghaft angestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 590 neue Todesfälle innerhalb eines Tages, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Das sind über 100 Fälle mehr als beim bisherigen Rekordstand von 487 Toten vom vergangenen Mittwoch. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 20 815 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Mittwoch in der Vorwoche lag der Wert noch bei 17 270. Den bisher höchsten Tageswert gab es am 20. November mit 23 648 Fällen.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Mittwoch auf 19 932.

Für ganz Deutschland gab das RKI außerdem einen neuen Höchstwert von 149,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen an. Zu Beginn des Teil-Lockdowns im November waren es um die 120 gewesen. Bund und Länder wollen erreichen, dass es weniger als 50 werden - so könnten Gesundheitsämter Infektionsketten wieder nachverfolgen.

Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1 218 524 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 09.12, 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 902 100 Menschen inzwischen genesen.

(dpa)

Schülervertreter: Corona-Alltag «bedrückend» für junge Menschen

04:54
09.12.2020
Der Alltag unter Corona-Bedingungen ist für Schüler nach Angaben des Generalsekretärs der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, eine Belastungsprobe in vielerlei Hinsicht. «Der Tag wird von morgens beim Aufstehen bis abends beim Einschlafen von Corona dominiert, ein Entfliehen ist fast unmöglich», sagte Schramm der Deutschen Presse-Agentur.

An der Schule gehe es nur noch darum, wie der Unterrichtsinhalt am besten unter den Corona-Regeln vermittelt und wie die Regeln am besten eingehalten werden könnten. Auch nach der Schule ziehe sich das Thema wie ein roter Faden durch den Tag. So müssten Treffen mit Freunden oder der gemeinsame Sport ausfallen. «Das ist gerade aus sozialer Sicht wirklich bedrückend für uns junge Menschen.»

Der 20-Jährige besucht die 13. Klasse einer Integrierten Gesamtschule in der Nähe von Köln. Die Corona-Ausnahmesituation wird seiner Ansicht nach bei allen Schülerinnen und Schülern Auswirkungen auf den späteren Karriereweg haben. «Jeder Schüler trägt sein eigenes Päckchen aus dieser Zeit heraus!» Besonders benachteiligt seien aber Mitschüler, die sich beispielsweise ihr Zimmer mit Geschwistern teilen müssten oder die keinen Internetzugang hätten.

Auch mit Blick auf die anstehenden Abschlussprüfungen mache er sich Gedanken, gerade beim Abitur, sagte Schramm. Er forderte eine einheitliche Regelung für das Schuljahr. Die Politik müsse jetzt an die Zukunft denken und eine zufriedenstellende Lösung für alle Abschlussjahrgänge in Deutschland vorlegen.

Grundsätzlich stimmt der Generalsekretär des Bundesschülerkonferenz den Kultusministern zwar zu, dass die Schulen möglichst offen gehalten werden sollten. Präsenzunterricht sei mit Blick auf die Qualität unabdingbar. Dennoch dürfe die Frage des Wechselunterrichts keine reine Frage der Bildung sein, sondern müsse dringend auch unter den Gesichtspunkten der Gesundheit betrachtet werden. «Daher ist der Wechselunterricht in vielen Hotspots unausweichlich und sollte dort auch umgesetzt werden. Schüler sind zunehmend verunsicherter.»

(dpa)

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