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20201123060552

10 864 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

06:04
23.11.2020
Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10 864 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Am Freitag war mit 23 648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10 824 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 929 133 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 90 auf insgesamt 14 112. Das RKI schätzt, dass rund 618 800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,03 (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

(dpa)

Italienischer Psychiater: Home-Schooling verändert Schüler mental

05:40
23.11.2020
Angesichts der seit längerem geltenden Regelung, den Unterricht für ältere Schüler nur digital anzubieten, sehen Experten in Italien Auswirkungen dadurch auf die Entwicklung der Kinder. Die Situation, zu Hause zu lernen, habe Auswirkungen auf die mentale Verfassung und persönliche Entwicklung der Schüler, erklärte der Psychiater Massimo Di Giannantonio in Rom.

Die Verwirrung zwischen Realem und Virtuellem nehme für die ohnehin schon von Technik und Medien geprägten Jugendlichen zu. Es werde angenommen, dass sich die Zeit der Reifung, des Selbstständigwerdens und der Entwicklung des Verantwortungsbewusstseins dadurch verlangsamen könnte.

Wegen der andauernden Lernsituation regt sich in vielen italienischen Städten Widerstand seitens der Schüler gegen das sogenannte Home-Schooling. In Rom und Turin setzten sich Dutzende Jugendliche in den vergangenen 14 Tagen vor ihre Schulen, um dafür zu protestieren, wieder Präsenzunterricht in der Schule haben zu dürfen.

(dpa)

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