Letztes Update:
20201208141653

Corona-Ausbruch in fleischverarbeitendem Betrieb - Produktionsstopp

14:16
08.12.2020
In einem fleischverarbeitenden Betrieb im niedersächsischen Glandorf (Landkreis Osnabrück) sind bei Mitarbeitern aus der Produktion Corona-Infektionen festgestellt worden. Wie der Landkreis am Dienstag in Osnabrück mitteilte, stellte das Unternehmen inzwischen die Herstellung ein. Wann die Arbeit wieder aufgenommen werden kann, war zunächst unklar. Insgesamt arbeiten im Produktionsbereich rund 100 Mitarbeiter.

Am Freitag war eine Person im Schnelltest positiv getestet worden. Bei zusätzlichen Schnelltests am Montag wurden acht weitere Infektionen festgestellt. Bei einer parallel durchgeführten Reihentestung wurden dem Landkreis zufolge weitere Infektionen nachgewiesen. Da die betroffenen Mitarbeiter verschiedenen Arbeitsgruppen angehören und daher eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu befürchten ist, wurde die Produktion zunächst eingestellt.

(dpa)

Kreise: Regierung will Abschlagszahlungen bei Novemberhilfen erhöhen

14:14
08.12.2020
Die Bundesregierung will die Abschlagszahlungen bei den Novemberhilfen erhöhen. Unternehmen sollen statt bisher maximal 10 000 Euro künftig maximal 50 000 Euro bekommen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen nach einer Einigung zwischen Finanz- und Wirtschaftsministerium erfuhr.

(dpa)

Städtetag hält geplante Corona-Verschärfungen für richtig

13:21
08.12.2020
Die angekündigten härteren Corona-Maßnahmen der Landesregierung sind aus Sicht des baden-württembergischen Städtetags angemessen. «Die Städte und Gemeinden tragen härtere Maßnahmen nicht nur mit – sie fordern sie teilweise selbst, um die Infektionszahlen endlich wieder zu senken», teilte Vorstandsmitglied Gudrun Heute-Bluhm der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit. Die Kommunen spürten die Unsicherheit der Bevölkerung und merkten, wie sich die Lage in den Krankenhäusern täglich zuspitze.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte angesichts steigender Corona-Infektionszahlen drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens gefordert. So könne man nicht weitermachen, sagte er bei einer Kabinettssitzung in Stuttgart.

(dpa/lsw)

Laborärzte warnen vor Antigen-Schnelltests

13:17
08.12.2020
Angesichts der zunehmenden Zahl von Antigen-Schnelltest-Angeboten warnen Labormediziner vor dieser Methode. «Die Coronavirus-Labordiagnostik und Vor-Ort-Schnelltests sind getrennte Welten», sagte der Vorsitzende des Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL), Andreas Bobrowski, am Dienstag. Dies zeige sich nicht nur bei der Abstrichnahme und Testqualität. Die zugelassenen Schnelltests seien auch noch keiner externen Prüfung unterzogen worden.

«Auch wenn solche Schnelltests derzeit in unterschiedlichsten Lokalitäten angeboten werden, bedeutet das nicht, dass die Ergebnisse in jedem Fall sicher sind», warnte auch Christian Scholz, Vorstandsmitglied im Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore (ALM). «Wir selbst erleben derzeit zu häufig, dass Antigen-Schnelltests falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse liefern», ergänzte Scholz. Während sich die Menschen bei falsch-positiven Tests unnötig sorgten, würden sie sich bei falsch-negativen Tests in gefährlicher, weil falscher Sicherheit wiegen.

Patientenschützer haben bereits im November geprüfte Angaben zur Zuverlässigkeit gefordert. Bisher verlasse man sich dabei allein auf die Angaben des jeweiligen Herstellers, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. «Deshalb muss der Bundesgesundheitsminister dafür sorgen, dass sofort staatlich anerkannte, unabhängige Labore die Qualität evaluieren.»

Der BDL forderte klare Regeln für die Tests: Allgemein müsse gelten: Wer sich eng mit vielen Menschen umgebe, dürfe nur durch fachkundiges medizinisches Personal getestet werden. Positive Ergebnisse aller Antigen-Schnelltests müssten unverzüglich durch Facharzt-Labore im PCR-Verfahren bestätigt werden, hieß es vom Verband.

Antigen-Tests suchen in Abstrich-Proben nicht aufwendig nach dem Erbgut des Virus, sondern nach Molekülen, die charakteristisch für die Viren sind. Antigen-Tests reagieren weniger empfindlich als die bisher üblichen PCR-Tests, liefern aber schneller ein Ergebnis - in der Regel nach 15 bis 30 Minuten. Sie erkennen eine Infektion nicht so gut im Anfangsstadium und im späteren Verlauf. In der Phase, in der ein Patient besonders ansteckend ist, können die Schnelltests das Virus aber recht sicher erkennen.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen