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1625 neue Corona-Fälle im Südwesten - 76 weitere Tote

18:35
07.12.2020
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 1625 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 168 265 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Montag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 76. Insgesamt wurden bisher 3097 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 118 933 Menschen.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 152,1. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. Acht davon überschreiten die kritische 200er-Marke pro 100 000 Einwohnern - darunter Pforzheim, Mannheim, Heilbronn sowie die Landkreise Calw, Tuttlingen und Lörrach. An manchen der betroffenen Orte gelten schon strengere Regeln wie nächtliche Ausgangssperren oder sie sind im Gespräch.

471 schwer an Covid-19 erkrankte Patienten mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 270 von ihnen wurden über einen Schlauch beatmet. Von derzeit 2949 verfügbaren Intensivbetten im Land sind 78,7 Prozent belegt.

(dpa/lsw)

Kaum Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung - aber gegen Maskenpflicht

18:34
07.12.2020
Die Polizei hat am Wochenende nur wenige Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung in Mannheim festgestellt. Auffällig wurden demnach vor allem auswärtige Besucher, die nichts von der Maßnahme wussten, wie das Innenministerium in Stuttgart am Montag mitteilte. Als erste Stadt in Baden-Württemberg gilt in Mannheim seit Freitag zwischen 21 und 5 Uhr eine Ausgangsbeschränkung.

Einschreiten musste die Polizei dagegen in Eppelheim im Rhein-Neckar-Kreis. Dort feierten acht Frauen im Alter von 21 bis 26 Jahren am Sonntagabend lautstark in einer Wohnung. Nachbarn hatten die Beamten verständigt. Zwei der Frauen wurden geschnappt, als sie durch ein Fenster flüchten wollten, wie die Mannheimer Polizei berichtete. Den Frauen aus sechs verschiedenen Haushalten droht ein Bußgeld.

In Heidelberg lösten Beamte einen «Glühweinspaziergang» auf, bei dem sich rund 200 Menschen vor Lokalen versammelt hatten und Getränke sowie Speisen zu sich nahmen. Vielfach wurden dabei weder Masken getragen noch der Abstand eingehalten. Besucher sowie die Gastronomen, die zu dem Ereignis eingeladen hatten, müssen sich nun verantworten.

Landesweit wurden zwischen Freitag und Sonntag rund 6240 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt, wie das Innenministerium weiter mitteilte. Der Großteil davon, nämlich 4400, betraf demnach Verstöße gegen die Maskenpflicht. Seit Beginn des Teil-Lockdowns am 2. November gab es insgesamt rund 62 000 Verstöße (55 000 gegen die Maskenpflicht). «Um das Infektionsgeschehen nachhaltig einzudämmen, ist es erforderlich, konsequent die persönliche Lebensgestaltung dem Infektionsschutz anzupassen», sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Bei Kontrollen stehe das Gespräch und nicht ein Bußgeld im Vordergrund, aber: «Wir werden bei den Unbelehrbaren kein Auge zudrücken.»

Um die verschärften Regelungen stärker zu kontrollieren, führt die Polizei zwischen Montag und Sonntag insgesamt 24 Schwerpunktaktionen durch, bei denen insbesondere die Maskenpflicht in den Fußgängerbereichen, auf Märkten, in Läden und in öffentlichen Verkehrsmitteln im Fokus steht. Auch das Zusammentreffen von Personen soll mehr kontrolliert werden.

Bei ersten Kontrollen am Montag in den Kreisen Villingen-Schwenningen und Tuttlingen wurden zunächst nur wenige Verstöße festgestellt und 30 mündliche Verwarnungen ausgesprochen. Auch in Karlsruhe waren verstärkt Beamte unterwegs. Von 52 festgestellten Verstößen wurden 9 zur Anzeige gebracht. Gegen drei Personen wurden Platzverweise ausgesprochen.

(dpa/lsw)

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