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Kretschmann: «Haben die Ferien nicht für die Lehrer gemacht»

10:20
07.12.2020
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Kritik von Lehrerverbänden an den nun doch nicht kürzeren Weihnachtsferien deutlich zurückgewiesen. «Wir haben die Ferien nicht für die Lehrer gemacht, damit die jetzt zwei zusätzliche Ferientage haben», sagte Kretschmann dem «Südkurier» (Montag). «Denen ist nichts Schlimmes passiert.» Dass das schwierig sei, bestreite niemand. «Aber die Pandemie ist schwierig. Sie ist für alle schwierig», betonte der Regierungschef.

Kretschmann verteidige das Rückrudern der grün-schwarzen Landesregierung, den Ferienbeginn nun doch nicht vorzuziehen, wie Bund und Länder das eigentlich beschlossen hatten. Man müsse nämlich eine Betreuung organisieren für Kinder der Menschen, die unbedingt arbeiten müssten - Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) habe jedoch eine Betreuung durch Lehrer nicht gewollt. Lehrerverbände hatten das Vorgehen der Landesregierung scharf kritisiert.

(dpa/lsw)

Schlange für Glühwein - Lucha will keinen Alkoholausschank im Freien

10:19
07.12.2020
Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) will den Alkoholausschank im Freien wegen Corona verbieten. Das wolle er dem grün-schwarzen Kabinett vorschlagen, sagte er am Montag im Radioprogramm «SWR Aktuell». «Wir haben jetzt gerade am Wochenende in den großen Innenstädten gesehen, dass im Prinzip die Weihnachtsmärkte über die Hintertür kommen, dass wir Riesenschlangen an Glühweinständen hatten», so Lucha. «Das kann und darf nicht sein.» Die Verkaufsstände seien Anziehungspunkte, und die Kunden hielten sich dort beispielsweise nicht mehr an Abstandsregeln.

Daher sei es wichtig, den Alkoholausschank zu beschränken. «Wir müssen jetzt noch mal alles dafür tun, dass die Menschen merken: Es geht um keine Petitesse», sagte der Minister. Trotz Einschränkungen steigen die Infektionszahlen im Südwesten leicht. «Wir müssen unsere Anstrengungen noch mal deutlich verschärfen und verstärken.» Dabei gehe es vor allem darum, die Zahl der Kontakte zu reduzieren.

(dpa/lsw)

Söder: Schlendrian im Umgang mit Corona ist Grund für hohe Zahlen

10:17
07.12.2020
Das schludrige Umgehen mit den Corona-Auflagen ist nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder ein Grund für die konstant hohen Corona-Infektionszahlen. «Es ist an einigen Stellen ein Schlendrian eingekehrt», sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Videokonferenz des CSU-Vorstands in München. Aus diesem Grund sei die zweite Infektionswelle auch die heimtückischere. «Sie wird oft unterschätzt.» Im Frühjahr hätten sich viele Menschen konsequenter an die Vorgaben gehalten, auch im Handel werde inzwischen nicht mehr alles so genau genommen.

Um die Infektionszahlen wieder nach unten zu bekommen, brauche es jetzt einen «Mentalitätswandel», sagte Söder. Es dürfe nicht darum gehen, immer das «letzte Haar in der Suppe» oder das «kleinste Schlupfloch» zu suchen, vielmehr müsse sich jeder bewusst machen, wie ernst die Lage sei. Jeder sei aufgerufen, daran zu arbeiten, wie die Situation verbessert werden könne.

(dpa)

Söder: Weihnachtslockerung sind Balance von Empathie und Rationalität

10:16
07.12.2020
Die geplanten Lockerungen der Corona-Auflagen über Weihnachten sind nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auch in der gegenwärtigen Lage der Pandemie vertretbar. «Ich finde, wir brauchen schon eine Balance von Empathie und Rationalität», sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Videokonferenz des Parteivorstandes in München. Natürlich könnte man auch sagen, dass man die strengeren Regeln auch über Weihnachten fortsetze, er halte die Ausnahme aber für vertretbar.

Weihnachten sei gerade für viele ältere Menschen von besonderer Bedeutung, für viele Menschen sei es ohnehin das wichtigste Fest des Jahres, sagte Söder. «Je älter man wird, desto mehr schätzt man den Wert von Familie», sagte Söder. Er sei überzeugt, dass man die Menschen in dieser ohnehin schon schwierigen Zeit «nicht zusätzlich noch mal extrem belastet». Hinzu komme, dass es an Weihnachten keine Parties gebe, die Feiern fänden einzig in den Familien statt. Daher sei es auch richtig, die Lockerungen nach Weihnachten wieder zurückzunehmen. «Silvester ist mehr Party als sinnliches Fest.»

(dpa)

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