Letztes Update:
20201206122815

Lesen üben nach der Schule: Schwierig in der Pandemie

08:57
06.12.2020
Die Corona-Pandemie erschwert die außerschulische Leseförderung tausender Jungen und Mädchen, vor allem aus bildungsbenachteiligten Familien. Von bundesweit unterstützten 16 600 Lesekindern habe man in der Krise mit vielen guten Ideen rund 10 bis 15 Prozent durchgehend erreichen können, sagte die Bundesvorsitzende des Verbands «Mentor - Die Leselernhelfer». Unter den 13 000 ehrenamtlichen Lesementoren hätten viele versucht, auf digitalem Weg, per Brief oder Telefon Kontakt und Leseförderung aufrechtzuerhalten, schilderte Margret Schaaf der Deutschen Presse-Agentur.

Nachdem die Kultusminister der Länder nach den Sommerferien wieder «außerschulische Lernpartner» in den Klassenräumen zugelassen hätten, seien die Lesetreffen dort allmählich wieder in Gang gekommen. Die Lage sei aber in vielen Schulen noch zu angespannt, um alle Lesekinder wieder voll zu unterstützen. «Wir setzen alles daran zu verhindern, dass sie zu den großen Verlierern der Pandemie gehören.» In dem Verband unterstützt jeweils ein Mentor einen jungen Menschen zwischen 6 und 16 Jahren, der nach Einschätzung der Schulen besondere zusätzliche Leseförderung braucht.

Lesekompetenz fördert Wortschatz, Konzentration und Fantasie und gilt als zentral für den Bildungserfolg von Kindern. Schon zu normalen Zeiten sehen Experten bei vielen Schülern deutliche Defizite.

dpa/lnw

Seilbahnverband warnt vor Riesenverlusten wegen Corona

08:56
06.12.2020
Lifte zu, Hütten zu, Kassen leer: Der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte warnt in der Corona-Pandemie vor Millionenverlusten für die Skigebiete des Landes. Sollten die Beschränkungen für die Skigebiete den ganzen Winter bestehen bleiben, könnte ein Schaden von rund 400 Millionen Euro entstehen, sagte Vorstand Matthias Stauch der «Welt am Sonntag».

Die deutschen Seilbahnen nehmen nach seinen Worten durchschnittlich 90 Millionen Euro pro Winter ein. Zudem blieben im Umfeld der Skigebiete für jeden Euro rund vier weitere Euro in der Region, etwa für Hotels, Ausrüstung, Skikurse oder in der Gastronomie. Derzeit sind die Skigebiete in Deutschland bis mindestens 10. Januar geschlossen.

Der Verband vertritt mehr als 120 deutsche Seilbahnunternehmen, die meisten Betreiber sitzen in Bayern.

(dpa/lby)

Interesse an Corona-Massentests in Österreich geringer als erwartet

08:54
06.12.2020
Das Interesse der Bürger an den Corona-Massentests in Österreich ist bislang geringer als erwartet. In den ersten beiden Tagen ließen sich in den Bundesländern Wien, Tirol und Vorarlberg nach einem ersten Überblick rund 300 000 Menschen auf das Virus untersuchen. Besonders die Teststationen in Wien waren nach Angaben der Stadt nicht ausgelastet. Am Samstag wurden 22 000 Tests gemacht, die Kapazität in der Hauptstadt liegt bei 150 000 täglich. Es wurden insgesamt nur wenige Infizierte gefunden. Von den knapp 160 000 in Tirol getesteten Menschen waren 417 positiv. Dies entspreche 0,27 Prozent, teilte das Land mit.

Die Regierung hofft, dass sich zumindest mehrere Millionen Menschen testen lassen. In Wien ist das noch bis zum 13. Dezember möglich. Andere Bundesländer starten erst in den nächsten Tagen. Die Massentests sind wichtiger Teil der aktuellen Anti-Corona-Strategie, um vor allem die symptomfreien Infizierten zu entdecken.

Kanzler Sebastian Kurz hat vor Ende des Lockdowns an die Bevölkerung appelliert, die weiter geltenden Maßnahmen einzuhalten. Nur so könne sich die positive Entwicklung fortsetzen, so Kurz. In den vergangenen Wochen hätten sich die durchschnittlichen täglichen Neuansteckungen halbiert. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz in Österreich sei von 522 auf 263 pro 100 000 Einwohner gesunken. Die Reproduktionszahl, die angibt wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt, sei von 1,13 auf 0,81 gesunken.

In Österreich können am Montag wieder alle Geschäfte öffnen. Hotels und Gastronomie bleiben allerdings bis zum 6. Januar geschlossen. Außerdem gelten abends und nachts weiter Ausgangsbeschränkungen.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen