Die Zahl der Anträge für Corona-Hilfskredite der staatlichen Förderbank KfW hat die Marke von 100 000 geknackt. Nach KfW-Daten vom Freitag gingen seit dem Start im März 101 134 Kreditanträge im Volumen von 58,8 Milliarden Euro ein. «Bund, KfW und die deutsche Kreditwirtschaft halten die Liquiditätsversorgung der Unternehmen in der Krise offen», sagte KfW-Chef Günther Bräunig der Deutschen Presse-Agentur. «Vor allem der breite Mittelstand nutzt das Programm, um die Folgen der Krise abzufedern.»
Die Förderbank unterstützt mit ihren Corona-Hilfsprogrammen im Auftrag des Bundes zusammen mit Banken und Sparkassen Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. Hierfür stellt sie zinsgünstige Kredite für Investitionen und Betriebsmittel bereit. Diese können Unternehmen bei Hausbanken oder bei jeder anderen Bank, die KfW-Kredite durchleitet, beantragen.
Die Zahl der zugesagten Kreditanträge liegt den Angaben zufolge bei 95 858 und hat ein Volumen von 45,7 Milliarden (Stand 3. Dezember). Die Differenz zu den Anträgen ergibt sich unter anderem auch daraus, dass manche Unternehmen auf bereits zugesagte Kredite verzichten oder den Antrag noch vor der Zusage wieder zurückziehen.
Firmen riefen bis Ende November den Angaben zufolge etwa 27 Milliarden Euro ab. Vor allem größere Unternehmen nutzen die Corona-Hilfe nach Erfahrungen der KfW, um die Mittel nach und nach je nach ihrem Liquiditätsbedarf abzurufen.
Die Bundesregierung hatte angesichts steigender Infektionszahlen und des damit verbundenen Teil-Lockdowns das KfW-Sonderprogramm bis zum 30. Juni 2021 verlängert.