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20201204143354

Mehr als 100 000 Anträge auf Corona-Hilfskredite der KfW

14:33
04.12.2020
Die Zahl der Anträge für Corona-Hilfskredite der staatlichen Förderbank KfW hat die Marke von 100 000 geknackt. Nach KfW-Daten vom Freitag gingen seit dem Start im März 101 134 Kreditanträge im Volumen von 58,8 Milliarden Euro ein. «Bund, KfW und die deutsche Kreditwirtschaft halten die Liquiditätsversorgung der Unternehmen in der Krise offen», sagte KfW-Chef Günther Bräunig der Deutschen Presse-Agentur. «Vor allem der breite Mittelstand nutzt das Programm, um die Folgen der Krise abzufedern.»

Die Förderbank unterstützt mit ihren Corona-Hilfsprogrammen im Auftrag des Bundes zusammen mit Banken und Sparkassen Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. Hierfür stellt sie zinsgünstige Kredite für Investitionen und Betriebsmittel bereit. Diese können Unternehmen bei Hausbanken oder bei jeder anderen Bank, die KfW-Kredite durchleitet, beantragen.

Die Zahl der zugesagten Kreditanträge liegt den Angaben zufolge bei 95 858 und hat ein Volumen von 45,7 Milliarden (Stand 3. Dezember). Die Differenz zu den Anträgen ergibt sich unter anderem auch daraus, dass manche Unternehmen auf bereits zugesagte Kredite verzichten oder den Antrag noch vor der Zusage wieder zurückziehen.

Firmen riefen bis Ende November den Angaben zufolge etwa 27 Milliarden Euro ab. Vor allem größere Unternehmen nutzen die Corona-Hilfe nach Erfahrungen der KfW, um die Mittel nach und nach je nach ihrem Liquiditätsbedarf abzurufen.

Die Bundesregierung hatte angesichts steigender Infektionszahlen und des damit verbundenen Teil-Lockdowns das KfW-Sonderprogramm bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

(dpa)

Besuch im Pflegeheim soll trotz Corona möglich bleiben

14:32
04.12.2020
Bewohner von Pflegeheimen sollen auch bei hohen Corona-Zahlen weiterhin Besuch empfangen können und nicht wie im Frühjahr durch Besuchsverbote isoliert werden. Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, stellte am Freitag gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine «Handreichung» für stationäre Einrichtungen vor. Darin werden Empfehlungen abgegeben, wie Besuche durch Angehörige oder Freunde unter Pandemiebedingungen weiterhin ermöglicht werden können.

«Wir wollen die Pflegebedürftigen bestmöglich schützen. Wir wollen sie nicht wegsperren, nicht isolieren», sagte Spahn in Berlin. Der Kontakt zu Angehörigen und Freunden solle und müsse weiterhin möglich sein. Der persönliche Kontakt sei für die Bewohner unverzichtbarer Teil ihres Lebens, sagte Westerfellhaus. Er dürfe deshalb nicht in Frage gestellt werden. Die Handreichung wurde nach Ministeriumsangaben in Zusammenarbeit mit Pflegeverbänden erarbeitet und «mit Expertenrat des Robert Koch-Instituts (RKI) untermauert».

(dpa)

Spahn: Trotz weniger Impfstoff erste Impfungen zum Jahreswechsel

14:31
04.12.2020
Auch die EU und damit Deutschland werden nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) davon betroffen sein, dass der Pharmakonzern Pfizer zunächst weniger Corona-Impfstoff ausliefern kann. «Das führt dazu, dass alle, die unter den Erstadressaten der Lieferungen sind, ob das Großbritannien, die USA oder die Europäische Union ist, jetzt mit weniger Impfdosen in den ersten Wochen zu rechnen haben», sagte Spahn am Freitag in Berlin. «Gleichwohl wird es, Stand heute, wenn die Zulassung erfolgt, mit dem Jahreswechsel erste Impfungen in Deutschland geben können», fügte er hinzu.

Der US-Konzern Pfizer hatte zusammen mit dem deutschen Hersteller Biontech aus Mainz einen Corona-Impfstoff entwickelt. In Großbritannien ist dieser bereits zugelassen, in der EU und den USA noch nicht. Das könnte aber noch im Dezember passieren.

Pfizer musste das Auslieferungsziel bei seinem Impfstoff in diesem Jahr nun nach eigenen Angaben unter anderem wegen Verzögerungen beim Ausbau der Lieferkette halbieren. Der Ausbau dauere länger als angenommen, sagte eine Sprecherin des Unternehmens dem «Wall Street Journal» am Donnerstag. Der Zeitung zufolge hielt Pfizer noch bis Mitte November intern an dem Ziel fest, bis Ende dieses Jahres 100 Millionen Impfdosen auszuliefern. Zuletzt sprach das Unternehmen allerdings schon von 50 Millionen Dosen. Für das kommende Jahr bleibe es bei der ursprünglichen Planung zur Auslieferung von mehr als einer Milliarde Impfstoff-Dosen, schrieb die Zeitung weiter.

(dpa)

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