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Theaterbesuch trotz Corona - Onlinebühne für Schüler vorgestellt

13:24
04.12.2020
«Faust», «Mio mein Mio» und die «Odyssee» können Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg nun zumindest virtuell auf der Theaterbühne erleben. Möglich macht das eine neue Online-Plattform, für die 13 Theater aus dem Südwesten Inszenierungen produzieren, wie das Kunstministerium am Freitag mitteilte. Das Land fördere das Angebot mit 125 000 Euro. Beteiligt sind unter anderem das Junge Staatstheater Karlsruhe, die drei Landesbühnen sowie kommunale, private und freie Theater.

Das Streaming-Angebot ist dem Arbeitskreis Junges Theater zufolge insbesondere für Schulen gedacht, die wegen der Corona-Pandemie keine Vorstellungen besuchen können. Das Programm wird nur für die Plattform produziert und soll bis Juni mindestens 25 Filme umfassen. Neben lehrplanrelevanten Stücken zählen dazu auch Arbeiten zeitgenössischer Autoren.

Bereits verfügbar ist etwa Goethes «Faust». In den nächsten Wochen folgen zum Beispiel «Mio, mein Mio» von Astrid Lindgren oder ein Theaterstück, welches Motive aus Homers «Odyssee» aufgreift. Das Angebot ist unter www.theater-stream.de erreichbar. Die Tickets kosten fünf Euro pro Schüler.

Baden-Württemberg nehme mit dem bundesweit einmaligen Projekt eine Vorreiterrolle ein, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Freitag bei der Vorstellung der Plattform in Ulm. Das Junge Theater der Stadt hatte das Projekt initiiert. «Ich hoffe, dass viele Schulen dieses tolle Angebot nutzen und den virtuellen Theaterbesuch in ihren Unterricht einbauen.»

(dpa/lsw)

Erstmals mehr als 4000 Corona-Patienten auf der Intensivstation

13:23
04.12.2020
Die Zahl der Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen hat erstmals die Schwelle von 4000 überschritten. Am Freitag meldete die Deutsche Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 4011 Menschen in intensivmedizinischer Behandlung. Das waren 31 mehr als am Vortag, wie aus dem DIVI-Tagesbericht hervorgeht. 60 Prozent der Patienten werden invasiv beatmet (Stand: 04.12., 12.15 Uhr).

Die angegebene Zahl der freien Intensivbetten war in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Sie liegt laut Divi-Bericht ohne Notfallreserve aktuell bei rund 5000. Nach Divi-Angaben könnte diese Entwicklung unter anderem auch damit zusammenhängen, dass einige Kliniken die Zahl ihrer freien Betten zunächst falsch angegeben hatten. Statt den «betriebsbereiten Betten», für die auch Pflegepersonal zur Verfügung steht, hätten einige die tatsächlich vorhandene Bettenzahl an das Divi-Register weitergeleitet. Das sei mittlerweile korrigiert worden, so dass die Zahl der Betten im Register im Oktober und November gesunken sei.

Ein weiterer Grund kann laut Divi sein, dass Pflegepersonal etwa krankheitsbedingt ausfalle und die Krankenhäuser daher weniger Patienten aufnehmen können.

Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle erreichte am Freitag laut Robert Koch-Institut mit 432 den dritthöchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden lag am Freitag bei 23 449. Damit liegt der Wert knapp über den 22 806 Fällen der Vorwoche.

(dpa)

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