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20201204114242

Corona-Selbsttests: Ärzte warnen vor «trügerischer Sicherheit»

11:42
04.12.2020
Niedergelassene Ärzte wenden sich gegen selbstdurchgeführte Corona-Schnelltests und warnen vor Gefahren. Durch Selbsttests erhöhen sich die Rate an falsch-negativen Tests und die Gefahr von Superspreadern, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des Virchowbundes, der die Interessen der Haus- und Fachärzte vertritt. Abstriche auf das Coronavirus könnten nur durch geschultes Fachpersonal durchgeführt werden. «Es wäre fatal, wenn Menschen nach einem fehlerhaften Selbstabstrich ein falsch-negatives Ergebnis erhalten und sich dadurch in trügerischer Sicherheit wiegen. Das gefährdet Menschenleben, anstatt sie zu schützen.»

Hintergrund ist eine Debatte über Selbsttests an Schulen und Kitas. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums können diese ab jetzt Corona-Schnelltests beziehen und auch selbst nutzen. Grundlage dafür seien eine in Kraft tretende Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung und die kürzlich beschlossenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes, wodurch der Arztvorbehalt bei Schnelltests entfallen sei. Allerdings müssten die Tests durch entsprechend geschultes Personal erfolgen.

(dpa)

Ministerpräsident zu Corona-Infektionszahlen: Etappenziel erreicht

11:41
04.12.2020
Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) freut sich über die sinkende Zahl von Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen und hat die Bevölkerung zu einer weiteren Kraftanstrengung aufgerufen. «Das erste Etappenziel ist erreicht», schrieb Weil am Freitag auf Twitter zum Absinken der Infektionen in den beiden Hotspots, den Kreisen Cloppenburg und Vechta, auf weniger als 200 neue Fälle pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Kein Landkreis in Niedersachsen liege damit mehr über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200. «Jetzt haben wir den Ehrgeiz, alle miteinander unter 100 zu kommen und dann unter 50», schrieb Weil. «Das schaffen wir nur gemeinsam. Bitte mitmachen!»

(dpa)

Umfrage: Nur knappe Mehrheit für verlängerten Teil-Lockdown

11:40
04.12.2020
Bei der Frage nach der Verlängerung des Teil-Lockdowns in den Januar hinein gehen die Meinungen der Bürger auseinander. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Instituts YouGov, die am Freitag veröffentlicht wurde. Eine knappe Mehrheit begrüßt demnach die Entscheidung: 32 Prozent der Befragten befürworten sie «voll und ganz», 25 Prozent befürworten sie «eher». Jeweils 18 Prozent lehnen sie «voll und ganz» oder «eher» ab.

Bund und Länder hatten am Mittwochabend vereinbart, den geltenden Teil-Lockdown bis zum 10. Januar zu verlängern. Damit bleiben etwa Restaurants und Bars sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen weiter geschlossen.

Jüngere stehen dieser Entscheidung offenbar skeptischer gegenüber als Ältere: 39 Prozent der 18- bis 24-Jährigen befürworten sie «eher» oder «voll und ganz», bei den Befragten ab 55 Jahren sind es 67 Prozent. Bei Anhängern aller im Bundestag vertretenen Parteien außer der AfD befürwortet eine Mehrheit die Entscheidung. 35 Prozent der AfD-Anhänger befürworten sie «voll und ganz» oder «eher», 61 Prozent lehnen sie «voll und ganz» oder «eher» ab. Die für die vollen hundert Prozent fehlenden Werte ergeben sich aus der Antwortmöglichkeit «Weiß nicht/keine Angabe».

(dpa)

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