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20201204080511

23 449 Fälle: Corona-Neuinfektionen leicht über Vorwochenniveau

06:10
04.12.2020
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 23 449 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit liegt der Wert knapp über den 22 806 Fällen der Vorwoche, wie aus den RKI-Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht. Mit 432 neuen Todesfällen binnen eines Tages wurde der dritthöchste Stand seit Beginn der Pandemie gemeldet. Der bisherige Höchstwert von 487 Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Freitag auf 18 034. Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1 130 238 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 04.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund
820 600 Menschen inzwischen genesen.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 0,94 (Vortag: 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

(dpa)

Das Corona-Jahr 2020 in Deutschland - ein Blick zurück

06:09
04.12.2020
Seit fast einem Jahr hält das Coronavirus die Welt in Atem. Allein in Deutschland sind mittlerweile rund eine Million Fälle registriert. Ein Rückblick:

27. Januar: Erste bestätigte Infektion in Deutschland. Zwei
Wochen später ist der Mann aus Bayern wieder gesund.

25./26. Februar: Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen melden erste nachgewiesene Fälle. Weitere Bundesländer folgen, am 10. März hat Sachsen-Anhalt als letztes Land seinen ersten Fall.

9. März: In NRW gibt es die ersten Todesfälle innerhalb Deutschlands.
Die Zahl der Infektionen steigt bundesweit auf mehr als 1000.

12./13. März: Immer mehr Theater und Konzerthäuser stellen den
Spielbetrieb ein. Die Fußball-Bundesliga pausiert.

16. März: An den Grenzen zu Frankreich, Österreich, Luxemburg,
Dänemark und der Schweiz gibt es Kontrollen und Einreiseverbote. In den meisten Bundesländern sind Schulen und Kitas geschlossen.

17. März: Mehrere Konzerne kündigen an, ihre Fabriken vorübergehend zu schließen.

22. März: Verbot von Ansammlungen von mehr als zwei Menschen. Ausgenommen sind Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Cafés, Kneipen, Restaurants, aber auch Friseure zum Beispiel schließen.

3. April: Forscher melden erste Erfolge im Kampf gegen die Pandemie und halten Lockerungen nach den Osterferien für denkbar.

15. April: Schrittweise Aufnahme des Schulbetriebs ab 4. Mai. Darauf verständigen sich Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs.

20. April: Geschäfte unter 800 Quadratmetern Fläche dürfen wieder öffnen. Als erstes Bundesland führt Sachsen die Maskenpflicht für ÖPNV und Einzelhandel ein. Alle anderen ziehen nach.

22. April: Das Mainzer Unternehmen Biontech darf einen möglichen
Impfstoff erstmals in einer klinischen Studie testen. Für Firmen,
Arbeitnehmer und Gastronomie gibt es milliardenschwere Hilfen.

6. Mai: Die Länder bekommen weitgehende Verantwortung für die
Lockerung von Beschränkungen - etwa für Hotels, Gastronomie,
Fahrschulen, Schwimmbäder und Fitnessstudios.

16. Mai: Sachsen-Anhalt registriert als erstes Bundesland seit
Ausbruch der Pandemie keine Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag.
Die Fußball-Bundesliga legt wieder los - ohne Fans in den Stadien.

16. Juni: Im Kampf gegen das Virus geht eine staatliche Warn-App an den Start. Sie soll dabei helfen, Infektionen nachzuverfolgen.

16. Juli: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet, dass die Zahl der in
Deutschland registrierten Infektionen auf über 200 000 gestiegen ist.

8. August: Einreisende aus internationalen Risikogebieten müssen sich bei der Rückkehr nach Deutschland testen lassen.

29. August: Etwa 40 000 Menschen protestieren in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen. Demonstranten durchbrechen die Absperrung vor dem Reichstag und stürmen auf die Treppe.

30. September: Angesichts wieder steigender Infektionszahlen fordert die Kanzlerin zum Durchhalten auf. «Wir riskieren gerade alles, was wir in den letzten Monaten erreicht haben», sagt Merkel im Bundestag.

7./8. Oktober: Die Bundesländer beschließen ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Risikogebieten. Die Zahl der Neuinfektionen ist auf mehr als 4000 binnen eines Tages gestiegen.

17. Oktober: Angesichts beunruhigender Zahlen fordert Merkel, soziale Kontakte zu beschränken und weniger zu reisen.

22. Oktober: Die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages hat erstmals den Wert von 10 000 überschritten. Das RKI macht vor allem private Treffen dafür verantwortlich.

28. Oktober: Mit Kontaktbeschränkungen und dem Herunterfahren von Freizeitaktivitäten wollen Bund und Länder die zweite Infektionswelle brechen. Der neue Teil-Lockdown beginnt am 2. November.

6. November: Erstmals sind in Deutschland mehr als 20 000 neue Infektionen binnen eines Tages registriert worden.

9. November: Als erste westliche Hersteller veröffentlichen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer vielversprechende Ergebnisse einer für die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs entscheidenden Studie.

18. November: Unter dem Protest Tausender machen Bundestag und Bundesrat den Weg für Änderungen im Infektionsschutzgesetz frei.

20. November: Biontech und Pfizer beantragen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Impfstoff.

25. November: Die strengen Beschränkungen für persönliche Kontakte werden für weitere Wochen verschärft - und nur über Weihnachten leicht gelockert. Darauf verständigen sich Bund und Länder.

27. November: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in Deutschland hat nach RKI-Daten die Marke von einer Million überschritten.

30. November: Als erstes Unternehmen beantragt der US-Pharmakonzern Moderna die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU. Die kooperierenden Unternehmen Biontech und Pfizer folgen.

2. Dezember: Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hat eine Notfallzulassung für den Impfstoff von Biontech und Pfizer erteilt, die erste Zulassung für den Impfstoff BNT162b2 weltweit. Bund und Länder verlängern den Teil-Lockdown: Restaurants, Museen, Theater und andere Freizeiteinrichtungen bleiben bis zum 10. Januar geschlossen.

(dpa)

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