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Spahn: Wellenbrecher-Strategie funktioniert - Lindner widerspricht

08:18
21.11.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown als Erfolg im Kampf gegen die Corona-Krise bewertet. «Der Wellenbrecher funktioniert doch», sagte der CDU-Politiker der «Welt» (Samstag). «Das exponentielle Wachstum ist gebrochen. Wir sind uns einig, dass das nicht reicht. Aber es ist gelungen - einmal mehr.»

Spahn rechtfertigte die hohe Bedeutung, die die Bundesregierung den Infektionszahlen beimisst. «Wir sind das Land mit einer der ältesten Bevölkerungen weltweit», sagte der Minister. Mit wachsenden Infektionszahlen steige früher oder später auch der Behandlungsbedarf auf den Intensivstationen. «Ich will, dass wir die Welle brechen, bevor unnötig viel Leid in den Krankenhäusern entsteht», betonte Spahn.

FDP-Vorsitzende Christian Lindner widersprach in dem «Welt»-Streitgespräch dem Minister und warf der Regierung Strategielosigkeit vor. «Meine Befürchtung ist: Wir
finden aus dem aktuellen November-Lockdown in diesem Jahr nicht
wieder raus», sagte Lindner. «Und falls wir ihn
beenden, dann ist wenige Wochen später der nächste da.
Das wäre eine Stop-and-Go-Politik, die enormen sozialen und
wirtschaftlichen Schaden verursacht.» Die Wellenbrecher-Strategie der Regierung funktioniere nicht, sie
sei nicht dauerhaft durchhaltbar, konstatierte Lindner. Er bekräftigte seine Position, dass mit einem besseren Schutz der Risikogruppen die Schließung von Gastronomie, Kultur, Freizeit und Sport unnötig gewesen.

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 964 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche wurden gut 500 Fälle mehr gemeldet. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 22 461 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden.

(dpa)

22 964 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas über dem Vorwochenstand

08:17
21.11.2020
In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 964 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche wurden gut 500 Fälle mehr gemeldet. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 22 461 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Oktober und Anfang November stark gestiegen war, war der Wert zuletzt vergleichsweise stabil. Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 902 528 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 254 auf insgesamt 13 884. Das RKI schätzt, dass rund 593 100 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

(dpa)

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