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20201203120248

Unions-Haushälter: Corona-Hilfen auf Umsatzbasis auf Dauer zu teuer

10:52
03.12.2020
Der Chef-Haushälter der Unionsfraktion, Eckhardt Rehberg, hat Corona-Überbrückungshilfen für Unternehmen auf der Grundlage von Fixkosten begrüßt. «75 Prozent vom Umsatz können nicht Basis sein», sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk. Würden die November- und Dezemberhilfen etwa bis Ostern weitergeführt, würde sich das auf insgesamt 75 Milliarden Euro summieren. Dies sei gegenüber anderen Branchen und den Steuerzahlern nicht vertretbar. «Der Staat wird nicht alles leisten können», sagte er. Daher sei es richtig, wieder nur die Fixkosten zu übernehmen - so wie bei den ersten beiden Überbrückungshilfen.

Rehberg sieht zudem Auswirkungen des Bund-Länder-Streits um einen größeren Länderbeitrag zu den Corona-Hilfen. Bei Zusammenkünften der Ministerpräsidenten mit Angela Merkel (CDU) habe es in der Vergangenheit weitere Forderungen der Länder an den Bund gegeben, zum Beispiel zur Übernahme der Lasten für den öffentlichen Personennahverkehr oder für den Ausbau von Schulen. «Das ist diesmal nicht passiert und das sehe ich schon als einen großen Fortschritt an», sagte Rehberg mit Blick auf die Videoschalte der Länderchefs mit Merkel am Mittwoch.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hatte mit einem Vorstoß für einen größeren Beitrag der Länder zu den Corona-Hilfen eine breite Länderfront auch aus den eigenen Reihen gegen sich aufgebracht, aber auch Rückendeckung von Unions-Haushalts- und Wirtschaftsexperten - etwa von Rehberg - bekommen.

(dpa)

Behörde gibt grünes Licht für Verkauf von Corona-Antikörpertest

10:51
03.12.2020
Die Drogeriekette dm darf einen Coronavirus-Antikörpertest weiter verkaufen. Das Regierungspräsidium Tübingen teilte am Donnerstag mit, dass die für Baden-Württemberg und damit auch für dm zuständige Marktüberwachungsbehörde «keinen Hinweis auf einen unzulässigen Vertrieb der Probenahme- und Einsendekits» sehe. Man habe sich mit der für den Hersteller des Kits zuständigen Behörde und dem Bundesgesundheitsministerium abgestimmt. Die Drogeriekette dm hat seinen Sitz in Karlsruhe, Hersteller Cerascreen seinen in Schwerin.

Bei dem im Internetshop von dm angebotenen Test entnimmt sich der Kunde zu Hause selbst eine Blutprobe. Diese wird an ein Labor geschickt und dort auf Antikörper gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 untersucht. Das Produkt biete Kunden die Möglichkeit, diskret und ohne einen Arztbesuch einen Test vorzunehmen, der angibt, ob sich Antikörper gegen das Coronavirus gebildet haben, hatte dm erläutert.

Der Körper bildet erst einige Tage nach einer Infektion nachweisbar Antikörper gegen ein Virus. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lässt sich nach derzeitigem Kenntnisstand auch bei einem Nachweis von Sars-CoV-2-spezifischen Antikörpern keine eindeutige Aussage darüber machen, ob man noch andere Menschen infizieren kann oder ob man immun ist. Wie lange und wie robust sich Antikörper nach einer Corona-Infektion halten, sei ebenfalls im Moment noch unklar.

(dpa)

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