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20201130124018

Moderna will Zulassung für Corona-Impfstoff in EU beantragen

12:38
30.11.2020
Der US-Pharmakonzern Moderna will als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragen. Der Antrag auf eine bedingte Zulassung solle noch am Montag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema gestellt werden, teilte das Unternehmen am selben Tag mit.

(dpa)

Südwest-Ministerin für höhere Abschlagszahlungen bei Corona-Hilfen

11:22
30.11.2020
Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) fordert vom Bund höhere Abschlagszahlungen für Unternehmen, die wegen des coronabedingten Teil-Lockdowns auf die außerordentlichen November- und Dezemberhilfen angewiesen sind. Nach bisherigen Regelungen sollen betroffene Betriebe je Monat einen Abschlag in Höhe von bis zu 50 Prozent ihrer beantragten Summe erhalten, maximal aber 10 000 Euro.

Hoffmeister-Kraut sagte dazu am Montag der Deutschen Presse-Agentur: «Ich appelliere an den Bund, die bisher vorgesehene Abschlagszahlung für die außerordentliche Wirtschaftshilfe deutlich zu erhöhen. Die von den aktuellen Einschränkungen hart getroffenen Betriebe brauchen jetzt sehr schnell Liquidität, um ihre weiter laufenden Kosten decken zu können.»

Im November und Dezember unterstützt der Bund Firmen und Solo-Selbstständige, die vom Teil-Lockdown betroffen sind, mit Zuschüssen von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vorjahresmonat. Insgesamt sind dafür derzeit rund 30 Milliarden Euro veranschlagt. Die Novemberhilfen können seit vergangener Woche beantragt werden. Betroffene können in ihren Anträgen angeben, ob sie eine Abschlagszahlung wollen. Hierbei handelt es sich um einen Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne eine tiefergehende Prüfung.

Die Hilfen sollen alle Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen bekommen, die Anfang November den Geschäftsbetrieb einstellen mussten - sowie Firmen, die «nachweislich und regelmäßig» 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungen betroffenen Unternehmen erzielen. Das sind etwa Lieferanten der Gastronomie.

(dpa/lsw)

«Corona-Pandemie» zum «Wort des Jahres» 2020 gewählt

10:42
30.11.2020
Es kommt wenig überraschend: Ein Begriff mit «Corona» ist «Wort des Jahres». Die überragende Bedeutung der Pandemie zeigt sich auch in der Liste der «Wörter des Jahres».

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat «Corona-Pandemie» zum «Wort des Jahres» 2020 gekürt. Das Thema Corona habe das gesamte Jahr über das Leben der Menschen bestimmt, sagte der GfdS-Vorsitzende Peter Schlobinski am Montag in Wiesbaden. Noch nie habe ein Begriff die Liste der «Wörter des Jahres» dermaßen dominiert. Auf dem zweiten Platz landete «Lockdown», auf dem dritten «Verschwörungserzählung».

Bei der Aktion wählt eine Jury seit 1977 regelmäßig Wörter und Wendungen aus, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben. Die Begriffe stammen aus einer Sammlung von mehreren Tausend Belegen aus verschiedenen Medien und Einsendungen von Außenstehenden.

Corona habe nicht nur beispielsweise die Wirtschaft, die Kultur und das Privatleben tief gehend beeinflusst erklärte Schlobinski. «Die Pandemie hat sprachlich für eine Vielfalt neuer Wortbildungen gesorgt.» Als Beispiele nannte er Corona-Krise, Corona-Hilfspaket oder coronabedingt.

Auf Platz vier schaffte es dennoch ein Begriff, der mit dem Virus nichts zu tun hat: «Black Lives Matter». Die internationale Anti-Rassismus-Bewegung hatte 2020 durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einer Festnahme neuen Auftrieb erhalten. Platz fünf belegte «AHA», ein Buchstaben-Kurzwort zu den Corona-Regeln «Abstand, Hygiene, Alltagsmaske». Einen Platz dahinter landete «systemrelevant», es steht für Unternehmen oder Berufsgruppen, die in der Corona-Krise als unverzichtbar eingestuft wurden.

Mit «Triage» auf Platz sieben habe es ein französischstämmiger Ausdruck auf die Liste geschafft, der für eine der dunkelsten Seiten der Corona-Pandemie stehe, erläuterte Schlobinski. Abgeleitet von «trier» (sortieren) bedeutet das medizinische Fachwort so viel wie «Entscheidung, wer zuerst versorgt werden soll».

Mit den «Geisterspielen» auf Platz acht sind insbesondere Fußballspiele gemeint, die zur Vermeidung von Masseninfektionen vor leeren Rängen stattfinden. Das «Gendersternchen» auf Platz neun symbolisiert die zunehmende Diskussion um geschlechtergerechten oder -sensitiven Sprachgebrauch, wie Schlobinski erläuterte. Auf Platz zehn steht die Abschiedsgrußformel «Bleiben Sie gesund!» - in Corona-Zeiten vielfach verwendet.

(dpa)

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