Letztes Update:
20201127170958

Land verteilt Millionen Masken an Schulen und andere Einrichtungen

16:22
27.11.2020
Noch vor Weihnachten sollen Schulen in Baden-Württemberg rund 8,4 Millionen FFP2-Masken erhalten. Direkt nach den Weihnachtsferien werden außerdem 24,3 Millionen OP-Masken an 2700 Schulen verschickt, wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte. Ausgenommen seien nur die Grundschulen. Die FFP2-Masken hat das Sozialministerium zur Verfügung gestellt. Nach Angaben des Sozialministeriums sollen außerdem mehr als 11 Millionen Masken an Obdachlose sowie an Pflege- und Behinderteneinrichtungen gehen. Die verschiedenen Lieferungen sollen den Bedarf von drei Monaten abdecken.

«Zwar haben uns die Fachleute aus Virologie und Medizin dargelegt, dass OP-Masken ausreichend sind, um den Gesundheitsschutz von Lehrerinnen und Lehrern an Schulen zu gewährleisten», sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) der Mitteilung zufolge. Alle Lehrkräfte, die sich das wünschten, sollten dennoch auch FFP2-Masken erhalten. Jede Lehrkraft in Vollzeit soll bis zu drei Mund- und Nasenschutzmasken pro Tag zur Verfügung gestellt bekommen. Auch für weitere Mitarbeiter wie die Hausmeister seien Masken vorhanden.

Dies sei die zweite große Lieferung des Landes. Bereits in den letzten beiden Wochen der Sommerferien seien rund 24 Millionen Masken an die Schulen im Südwesten geschickt worden.

(dpa/lsw)

Gesundheitsversorgung: Engere Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

15:34
27.11.2020
Bei der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung wollen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland und die französische Grenzregion Grand Est enger zusammenarbeiten. Nach der ersten Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr sei die Idee zu einem Beistandspakt entstanden, sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) anlässlich der Unterzeichnung des Abkommens in einer Videokonferenz am Freitag. «Mit dem Beistandspakt wollen wir dafür sorgen, dass wir in solchen Notsituationen zukünftig schnell und unbürokratisch helfen können.» Ziel ist demnach, sowohl die grenzübergreifende Kommunikation zu verbessern als auch die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen möglich zu machen.

Die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) sagte, dabei gehe es nicht nur um einen Überblick über die Bettenkapazitäten, sondern auch um die Aus- und Fortbildung von medizinischen und pflegerischen Fachkräften. Kretschmann zufolge soll auch die Zusammenarbeit der Rettungsdienste besser koordiniert sowie die Abrechnung von Leistungen über die Krankenkassen vereinfacht werden, «damit wir nicht immer so riesige bürokratische Hürden haben».

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) betonte, dass in einer Pandemie die Bedeutung der grenzübergreifenden Kooperation besonders deutlich werde. Das hätten die Belastungen durch die Grenzschließungen in der ersten Welle gezeigt. «Man muss im Gesundheitsbereich die Grenzen sukzessive zurückdrängen, damit mir den Bürgerinnen und Bürgern großregionale Lösungen anbieten können.»

Wie bereits im Frühjahr sind im November erneut Covid-19-Patienten aus der französischen Grenzregion Grand Est nach Deutschland verlegt worden. Die angrenzenden Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland hatten sich zur Aufnahme bereiterklärt.

(dpa/lsw)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen