Letztes Update:
20201103213747

21:36
03.11.2020
Noch ein wichtiger Hinweis zum Prozedere: Fast überall gilt das "Winner takes all"-Prinzip. In 48 der 50 US-Bundesstaaten bekommt der Kandidat, der sich eine Mehrheit sichern kann, alle Stimmen der Wahlleute des Bundesstaats zugesprochen, egal wie knapp der Vorsprung sein sollte. Einzig in den kleinen Bundesstaaten Nebraska und Maine werden die Stimmen der Wahlleute annähernd proportional vergeben. Das kann dazu führen, dass ein Kandidat landesweit weniger Stimmen erhält, aber durch Siege in den entscheidenden Staaten Präsident wird - so wie Trump im Jahr 2016.

21:32
03.11.2020
Besonders im Fokus steht heute Nacht Pennsylvania - und womöglich auch noch in den nächsten Tagen. Das oberste Gericht des Bundesstaats hat zuletzt entschieden, dass Wahlunterlagen dort auch berücksichtigt werden, wenn sie bis zu drei Tage nach der Wahl eintreffen, also bis zum Freitag. Sollte es auf diesen "Swing State" in der Gesamtrechnung ankommen, könnte Chaos drohen. Trump hat wiederholt und ohne Belege Zweifel an der Sicherheit der Briefwahl geschürt.

Wahlhelfer in Harrisburg. Foto: Julio Cortez/AP/dpa

21:26
03.11.2020
Übrigens: Donald Trump war beim Amtsantritt mit 70 Jahren der älteste Präsident in der Geschichte des Landes. Sollte Joe Biden gewinnen, würde er ihn bei diesem Rekord ablösen: Biden würde noch vor der Amtseinführung am 20. Januar seinen 78. Geburtstag feiern. Vor Trump hielt Ronald Reagan den Rekord als ältester Präsident. Bei seiner Amtseinführung im Januar 1981 stand er kurz vor seinem 70. Geburtstag.
Trump und Biden sind zudem die bislang ältesten Kandidaten. Der Republikaner Bob Dole war während seiner Kandidatur 1996 gegen den Demokraten Bill Clinton 73 Jahre alt. Der Republikaner John McCain war 72 Jahre alt, als er 2008 gegen den späteren Wahlsieger Barack Obama antrat.