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Höchste Wahlbeteiligung in den USA seit 1908

17:27
12.11.2020
An der US-Präsidentschaftswahl in der vergangenen Woche haben sich im Verhältnis zur Gesamtzahl der Wahlberechtigten so viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt wie seit mehr als einem Jahrhundert nicht mehr. Nach den Daten der bisherigen Auszählung ergibt sich eine Wahlbeteiligung von mindestens 63,9 Prozent, wie die „Washington Post“ am Donnerstag berichtete. Höher war die Beteiligung bei einer US-Präsidentschaftswahl zuletzt 1908 mit 65,7 Prozent. Damals trat der Republikaner William Taft gegen den Demokraten William J. Bryan an und gewann.

Nach Berechnungen der Zeitung und des Marktforschungsinstituts Edison Research könnte die Beteiligung an der US-Wahl vom 3. November nach Abschluss der Auszählung auf 66,5 Prozent steigen. Dies wäre dann der höchste Wert seit der Wahl von 1900, als 73,7 Prozent der wahlberechtigten Amerikaner ihre Stimme abgaben - damals wurde der republikanische Präsident William McKinley wiedergewählt, allerdings ohne die Stimmen von Frauen oder Angehörigen indigener Minderheiten, die damals nicht wahlberechtigt waren.

Am höchsten war die Wahlbeteiligung in der vergangenen Woche in Minnesota mit erwarteten 81,7 Prozent. Danach folgen Wisconsin (75,5 Prozent) und Colorado (76,5 Prozent). Am niedrigsten war die Beteiligung demnach im Südstaat Mississippi mit voraussichtlich 54,5 Prozent.

Einen historischen Überblick über die spektakulärsten US-Wahlergebnisse seit dem Jahr 1916 finden Sie hier.

Sarah Cames

Wahlergebnisse in US-Staaten stabilisieren sich

17:16
12.11.2020
Bei einer Aktualisierung der Wahlergebnisse in einzelnen Bundesstaaten kam es am Donnerstag nur zu kleinen Verschiebungen der bisher absehbaren Mehrheitsverhältnisse.

Insgesamt steht der demokratische Kandidat Joe Biden als Wahlsieger fest. Hier ein Überblick zu den vorläufigen Ergebnissen in denjenigen US-Staaten, die noch ohne Entscheidung sind.
  • Georgia (16): Bidens Vorsprung stabilisiert sich am Donnerstag auf gut 14.000 Stimmen. Das bedeutet 49,5 Prozent für Biden und 49,2 Prozent für Amtsinhaber Donald Trump. Mit Blick auf das knappe Ergebnis hat die Regierung in diesem US-Staat eine Neuauszählung aller Stimmen per Hand angekündigt. 
  • North Carolina (15): Hier führt Trump mit rund 73.300 Stimmen Vorsprung und hält einen Anteil von 50,0 Prozent. Biden hat 48,7 Prozent.
  • Arizona (11): Der zu Beginn der Auszählung deutliche Vorsprung für Biden schrumpft am Donnerstag weiter auf zuletzt 11.635 Stimmen. Das sind 49,4 Prozent für Biden und 49,1 Prozent für Trump.

Sarah Cames