Letztes Update:
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Teils gewaltsame Proteste in mehreren Städten

12:16
05.11.2020
Rund um die Auszählung ist es in mehreren Städten zu teils gewaltsamen Protesten gekommen. In Portland im Bundesstaat Oregon gab es am Mittwochabend (Ortszeit) Ausschreitungen am Rande einer Demonstration. Zahlreiche Menschen forderten dort, jede Stimme zu zählen. Laut Medienberichten wurden Schaufensterscheiben zerstört. Die Polizei sprach von geladenen Waffen und Feuerwerkskörpern, die auf Polizisten geworfen worden seien. Auch die Nationalgarde sei aktiviert worden.

In New York City kam es nach einem Bericht der „New York Times“ zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten. Die Polizei meldete, sie habe mehr als 20 Personen festgenommen, die einen friedlichen Protest hätten kapern wollen. Auch in Chicago und Philadelphia wurden Proteste gemeldet, in Minneapolis blockierten nach Angaben der „New York Times“ mehrere Hundert Demonstranten eine Bundesstraße.

Tom Rüdell

Trump-Fans in Phoenix.

Zählen oder aufhören? Trump-Anhänger sind uneins

10:41
05.11.2020
Eines ist mittlerweile klar: Die Präsidentschaftswahl wird knapp ausgehen und noch eine Weile spannend bleiben. Nach Wahlkampf, Wahltag und der Nacht danach richtet sich die Aufmerksamkeit jetzt auf die Wahlhelfer, die in den noch offenen Staaten schnellstmöglich für Klarheit sorgen sollen. 

Donald Trump hatte sich schon in der Nacht nach der Wahl um 2 Uhr Ortszeit im Weißen Haus zum Sieger krönen wollen und von Wahlbetrug gesprochen, danach hatte er auf Twitter nachgelegt. Im nächsten Schritt strengte sein Wahlkampfteam Klagen in drei Bundesstaaten an, um die für sie unvorteilhafte Briefwahl zu stoppen. 

Und dann wurde es etwas unübersichtlich: In Michigan, einem Staat, in dem es zunehmend schlechter für Trump lief und den er schließlich an Biden verlor, versammelten sich Trump-Fans vor dem Wahlbüro in Detroit und forderten "Stop the count" - "Hört auf zu zählen!".


 

Tom Rüdell