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20210111173548

Verstorbener Kandidat in Lokal-Parlament in North Dakota gewählt

11:35
04.11.2020
In North Dakota ist ein im Oktober nach einer Corona-Infektion verstorbener Kandidat in das örtliche Parlament des Bundesstaates gewählt worden. Der republikanische Kandidat David Andahl blieb auf dem Wahlzettel und bekam am Dienstag gut 35 Prozent der Stimmen, wie aus Angaben der Wahlbehörde hervorgeht.

Andahl starb Anfang Oktober, nachdem er mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus gekommen war, wie seine Mutter damals der Zeitung „Bismarck Tribune“ sagte. Die Wahlbehörde hatte sich schon zu diesem Zeitpunkt unsicher gezeigt, wie sie mit einem möglichen Sieg eines verstorbenen Kandidaten umgehen würde.

dpa

Asselborn zur Wahl: "Amerika ist nicht Weißrussland"

10:08
04.11.2020
"Die USA sind ein gespaltenes Land", kommentierte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn (LSAP) am Mittwochmorgen die US-Wahl im RTL-Interview. "Es wird ein immenser Kraftakt, das Land wieder zusammenzuführen." Im Hinblick auf die Wahlen müsse man in Erinnerung behalten, dass die Amerikaner eine sehr andere Sicht auf Präsident Trump haben, als etwa drei Viertel der Europäer. In Deutschland würden beispielsweise nur etwa sieben Prozent eine Wiederwahl des Amtsinhabers befürworten. Die Wahlnacht in den USA zeige aber, dass die Unterstützung für Trump - trotz einigen gegenteiligen Umfrageergebnissen – in der Bevölkerung hoch sei. Asselborn unterstütze Bidens Aussage, man müsse alles dafür tun, dass sämtliche Stimmen gezählt werden.

Über eine voreilige Siegesverkündung von Trump – die kurze Zeit nach dem Interview mit Asselborn tatsächlich stattfand – sagte der LSAP-Politiker: "Wenn ich gut im Bild bin, dann sind wir hier in Amerika und nicht in Weißrussland. Das wäre das schlimmste, was für Amerika passieren könnte, wenn die Stimmen von Millionen Menschen nicht in Betracht gezogen werden würden." Asselborn sieht die entscheidenden Stimmen – insgesamt 56 Wahlleute - vor allem aus Wisconsin, Michigan und Pennsylvania kommen. Eine Wiederwahl Trumps würde die us-europäischen Beziehungen wahrscheinlich weiter belasten, so Asselborn. Die Entscheidung der Amerikaner müsse man in dem Fall aber natürlich akzeptieren.

Sarah Cames