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Fragen und Antworten (2): Wieso wird an einem Dienstag gewählt?

15:45
02.11.2020
Seit 1845 ist der Wahltag gesetzlich als der Dienstag nach dem ersten Montag im November festgelegt. Der Wahltag ist ein normaler Arbeitstag. Dass er auf einen Dienstag im November fällt, hat historische Gründe.

Im 19. Jahrhundert lebten die meisten Amerikaner noch von der Landwirtschaft. Im Frühjahr und Sommer waren viele Bauern damit beschäftigt, ihre Felder zu bestellen. Im November hingegen war die Erntezeit in den meisten Gebieten vorüber, das Klima dennoch mild genug, um mit Pferdegespann oder zu Fuß Reisen zum nächstgelegenen Wahllokal anzutreten. Der Sonntag kam weder für die Anreise noch für die Wahl in Frage, denn da ging man in die Kirche.

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dpa

Wähler können ihre Stimme in Florida schon vor dem eigentlichen Wahltag abgeben.

"Swing States": Diese Bundesstaaten könnten die Wahl entscheiden

15:29
02.11.2020
In vielen der 50 Staaten gewinnt immer dieselbe Partei, aber etwa ein Dutzend sind hart umkämpft. Bei der Wahl am 3. November richten sich die Augen auf diese „Battleground States“ oder „Swing States“.

  • FLORIDA: Mit 29 Wahlleuten ist Florida einer der wichtigsten umkämpften Staaten. 2016 gewann Trump dort knapp. Aktuelle Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin. Biden liegt in den meisten Erhebungen knapp vorne. 
  • PENNSYLVANIA: Bei der Wahl 2016 konnte sich Trump in Pennsylvania sehr knapp durchsetzen. Umfragen räumen derzeit Biden gute Chancen ein, sich die 20 Wahlleute zu sichern - es könnte aber eng werden. 
  • ARIZONA: Der südwestliche Staat galt lange als sichere Bastion der Republikaner. 2016 konnte sich Trump die elf Wahlleute Arizonas sichern. Umfragen sahen dort aber zuletzt Biden knapp in Führung. 
  • WISCONSIN: Der nordöstliche Bundesstaat hat zehn Wahlleute zu vergeben. 2016 konnte Trump sich dort sehr knapp durchsetzen, in diesem Jahr gilt Biden als Favorit. 
  • OHIO: Der Bundesstaat hat 18 Wahlleute zu vergeben. Dort deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trump und Biden an. Trump hatte den Staat 2016 sehr überzeugend gewonnen. 
  • MICHIGAN: Die 16 Wahlleute des Bundesstaats gingen 2016 mit hauchdünner Mehrheit an Trump. Umfragen sehen bei dieser Wahl Biden klar in Führung.
  • IOWA: 2016 konnte sich Trump die sechs Wahlleute des Bundesstaats im Mittleren Westen mit großem Vorsprung sichern. Nun deutet sich dort Umfragen zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen an.
  • NORTH CAROLINA: Der Bundesstaat an der Ostküste hat 15 Wahlleute zu vergeben. 2016 konnte sich Trump dort mit gut drei Prozentpunkten Vorsprung durchsetzen. Umfragen sehen nun ein sehr knappes Rennen voraus, mit einem Vorsprung für Biden.
  • GEORGIA: Trump konnte sich in dem südöstlichen Bundesstaat 2016 mit gutem Vorsprung die Stimmen der 16 Wahlleute sichern. Nun gehen Umfragen von einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus.
  • NEVADA: Die Stimmen der sechs Wahlleute des westlichen Bundesstaats gingen 2016 mit gut zwei Prozentpunkten Vorsprung an Clinton. Umfragen sagen nun einen knappen Sieg Bidens voraus
  • TEXAS: Der bevölkerungsreiche südliche Bundesstaat mit 38 Wahlleuten geht seit Jahrzehnten an Republikaner und gilt nicht als „Swing State“. Trump lag dort 2016 neun Prozentpunkte vor Clinton. Aktuelle Umfragen sehen Trump dort in Führung - allerdings nur sehr knapp.

dpa