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Facebook will Präsident Trump länger sperren

16:02
07.01.2021
Wie Mark Zuckerberg, der CEO des sozialen Netzwerks Facebook, am Donnert sag in einem Beitrag auf der Plattform mitteilt, wird Präsident Donald Trump nach den Vorfällen im Kapitolgebäude am Mittwoch über einen längeren Zeitraum gesperrt bleiben.

"Seine Entscheidung seine Plattform zu nutzen, um die Handlungen seiner Anhänger am Kapitol gutheißen anstatt zu verurteilen, hat Menschen in den USA und rund um die Welt zu Recht verstört", so Zuckerberg über Trump. 

Über die vergangenen Jahre habe man dem Präsidenten die Nutzung von Facebook unter den Nutzungsbedigungen erlaubt. Man habe dies getan, weil das Unternehmen der Überzeugung sei, dass die Allgemeinheit ein Recht auf politischen Diskurs habe, selbst wenn er kontrovers sei. 

Der Kontext habe sich nun jedoch geändert, so Zuckerberg. Die Plattform dürfe nicht genutzt werden, einen gewaltsamen Aufruhr gegen eine demokratisch gewählte Regierung anzuzetteln. "Wir glauben, dass die Risiken, den Präsidenten unsere Dienste in dieser Zeit nutzen zu lassen, einfach zu groß sind", so der Facebook-Gründer.

Daher habe man sich dazu entschieden, die Facebook-  und Instagram-Konten des Präsidenten nicht nur für 24 Stunden, sondern mindestens noch bis zur Amtsübergabe in zwei Wochen gesperrt zu lassen.

Trumps Twitter-Blockade wird voraussichtlich in den nächsten Stunden gehoben werden. Sie galt vorübergehend für 12 Stunden. Twitter hat aber bereits angekündigt, Trump dauerhaft sperren zu wollen, sollte er sich auch zukünftig nicht an die Regeln halten. In einem mittlerweile gelöschten Video wiederholte Trump die unbelegten Aussagen, die Demokraten hätten ihm den Sieg gestohlen - während seine Anhänger zeitgleich das Innere des US-Kapitols vandalisierten.

Sarah Cames