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20210111173548

Kleinere Proteste auch an anderen Regierungsgebäuden im Land

22:09
06.01.2021
Unter anderem in Salem, Atlanta, Denver, und Topeka sien kleine Proteste von Trump-Anhängern ausgebrochen, berichtet CNN. Vor dem Kapitolgeböäude in Oregon hätten sich mehrere Hundert Anhänger angesammelt. Sie hätten ihre Rufe zwischenzeitlich unterbrochen, um Trumps Ansprache über Lautsprecher abzuspielen. Auch in Denver hätten sich hunderte Menschen vor dem Kapitol von Colorado angesammelt.

Sarah Cames

Internationale Reaktionen auf die Kapitolstürmung

22:13
06.01.2021
  • Der britische Regierungschef Boris Johnson hat die Unruhen rund um das Kapitol in Washington scharf verurteilt. „Schändliche Szenen im US-Kongress“, twitterte Johnson am Mittwochabend. „Die Vereinigten Staaten stehen in aller Welt für Demokratie, und nun ist entscheidend, dass es zu einer friedlichen und geordneten Machtübertragung kommt.“
  • Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat angesichts der eskalierenden Proteste von „schockierenden Szenen in Washington, D.C.“ gesprochen. „Das Ergebnis dieser demokratischen Wahl muss respektiert werden“, schrieb der Norweger am Mittwoch auf Twitter.
  • Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat die Unruhen am Kapitol in Washington scharf verurteilt. „In der Augen der Welt erscheint die amerikanische Demokratie heute Abend unter Belagerung“, schrieb der EU-Chefdiplomat am Mittwoch auf Twitter. Er sprach von einem „unsichtbaren Angriff auf die US-Demokratie, ihre Institutionen und den Rechtsstaat“. „Das ist nicht Amerika.“ Die Präsidentschaftswahlen vom 3. November müssten respektiert werden.
  • EU-Ratschef Charles Michel und EU-Parlamentspräsident David Sassoli haben sich bestürzt über die Unruhen rund um das Kapitol in Washington geäußert. „Die Szenen von heute Nacht in Washington, D.C. zu beobachten ist ein Schock“, schrieb Michel am Mittwoch auf Twitter. Der US-Kongress sei „ein Tempel der Demokratie“. „Wir vertrauen den USA, dass sie eine friedliche Machtübergabe zu Joe Biden sicherstellen.“
  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat angesichts der Unruhen rund um das Kapitol in Washington ihr Vertrauen in die US-Demokratie zum Ausdruck gebracht. „Ich glaube an die Stärke der US-Institutionen und -Demokratie“, schrieb die deutsche Politikerin am Mittwoch auf Twitter. „Die friedliche Machtübergabe steht im Mittelpunkt.“ Sie freue sich darauf, mit Joe Biden, der die US-Präsidentschaftswahl gewonnen habe, zusammenzuarbeiten.

Sarah Cames