10 Tage nach der US-Wahl ist es endlich so weit: Auch für die letzten beiden ausstehenden Bundesstaaten, Georgia (16) und North Carolina (15), gibt es nun prognostizierte Gewinner.
Der neu gewählte Präsident Joe Biden hat nach Vorhersagen von Fernsehsendern bei der US-Wahl 306 Wahlleute gewonnen - deutlich mehr als die für einen Sieg erforderlichen 270. Die Sender CNN, NBC, ABC und CBS prognostizierten am Freitag, dass der Demokrat Biden den Bundesstaat Georgia gewonnen habe und der republikanische Amtsinhaber Donald Trump den Bundesstaat North Carolina. Georgia war bei der Wahl 2016 noch an Trump gegangen.
In dem Bundesstaat Georgia werden wegen des engen Wahlergebnisses derzeit alle Stimmen per Hand neu ausgezählt. Biden liegt dort mit mehr als 14.000 Stimmen vor Trump - Neuauszählungen beeinflussen das Wahlergebnis üblicherweise jedoch höchstens im dreistelligen Bereich.
Trump hatte die Wahl 2016 exakt mit Bidens jetzigem prognostizierten Ergebnis gegen seine damalige Herausfordererin Hillary Clinton gewonnen: Er kam damals auf 306 Wahlleute, Clinton auf 232. Trump kommt nach den Prognosen der Sender jetzt ebenfalls auf 232. Er hatte 2016 von einem Erdrutschsieg gesprochen, obwohl er landesweit auf weniger Wählerstimmen als Clinton gekommen war.
Bei den landesweiten Wählerstimmen liegt Biden mehr als fünf Millionen vor Trump: Der Demokrat kam demnach auf knapp 78 Millionen Stimmen (50,8 Prozent), der Republikaner auf 72,7 Millionen (47,5 Prozent).