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20210111173548

Wahljahr 2020: Ein Referendum über Trump

13:51
02.11.2020
Am 20. Januar 2017 wurde Donald Trump als 45. Präsident der USA eingeschworen. Fast vier Jahre sind seitdem vergangen. Thomas Spang, LW-Korrespondent in Washington, zieht Bilanz.

Sarah Cames

Fragen und Antworten (1): Das Wahlsystem

11:52
02.11.2020
Bis zur "heißen Phase" bleibt noch etwas Zeit, sich näher mit den Gegebenheiten dieses Urnengangs zu beschäftigen. Wir erklären die wichtigsten Punkte, die die US-Wahlen so besonders machen. 

Wie funktioniert das Wahlsystem?
Die US-Wähler können nur indirekt darüber abstimmen, wer der nächste Präsident wird. Ihre Stimme entscheidet über die Zusammensetzung des Wahlkollegiums („Electoral College“), das dann den Präsidenten wählt. In 48 der 50 Bundesstaaten funktioniert das so: Der Kandidat, der sich eine Mehrheit sichern kann, bekommt alle Stimmen zugesprochen. Ein Beispiel: Falls Trump Florida mit 50,1 Prozent der Stimmen gewinnen sollte, bekäme er die Stimmen aller 29 Wahlleute des Bundesstaats, Biden ginge komplett leer aus. Amerikaner sprechen daher vom Prinzip „winner takes all“ (alles für den Gewinner). Einzig in den beiden kleinen Bundesstaaten Nebraska und Maine werden die Stimmen der Wahlleute annähernd proportional vergeben.

Alle Fragen und Antworten finden Sie HIER.

dpa

Höchste Wahlbeteiligung seit 1908

11:31
02.11.2020
Vor allem junge Wähler machen dieses Jahr vermehrt Gebrauch von der Möglichkeit, ihre Stimme vorab oder per Brief abzugeben. Eine aus den ersten Erkenntnissen hochgerechnete Wahlbeteiligung von 65% hätte es seit 1908 (William Howard Taft, R,  gegen William Jennings Bryan, D) nicht mehr gegeben. Und sie hätte vor allem Folgen für die Wahlnacht - denn das Auszählen könnte Tage dauern. 

Tom Rüdell