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20201028134035

Altmaier: Corona-Maßnahmen haben Einfluss auf Wirtschaftsentwicklung

12:45
28.10.2020
Mögliche verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie könnten das Wirtschaftswachstum in Deutschland erneut bremsen. Das hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Mittwoch bei einer Regierungsbefragung im Bundestag deutlich gemacht. Die enorme Zunahme der Neuinfektionen sowie Maßnahmen, die Bund und Länder beschließen, hätten einen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, sagte Altmaier vor Beratungen von Bund und Ländern. Er sprach von einer ernsten Lage. Das Virus werde aber beherrschbarer, umso besser und effektiver mit der Herausforderung umgegangen werde.

Altmaier bekräftigte, die Bundesregierung wolle Hilfsprogramme für Unternehmen nachbessern. Viele Firmen hätten seit Beginn der Pandemie praktisch keine Umsätze mehr und stünden oft am Rande der Existenz.

Der Minister will am Freitag die Herbstprognose vorlegen. Bisher heißt es, die Wachstumsprognose für das laufende Jahr solle leicht angehoben werden. Der Lockdown im Frühjahr hatte zu einem Wirtschaftseinbruch in Deutschland geführt, im Sommer ging es aber insgesamt wieder bergauf.

(dpa)

Handelsverband warnt die Politik vor neuen Corona-Beschränkungen

12:43
28.10.2020
Der baden-württembergische Handel warnt die politischen Entscheidungsträger ungeachtet stark steigender Corona-Infektionszahlen vor zu einschneidenden Beschränkungen für die Zehntausenden Geschäfte im Land. «Jegliche Einschränkungen, auch Flächenbegrenzungen in diesem für die Händler extrem wichtigen Vorweihnachtsgeschäft, wird für Tausende Betriebe - auch für gesunde mittelständische das Aus bedeuten», sagte der Präsident des Handelsverbands Baden-Württemberg, Hermann Hutter, am Mittwoch.

Das anstehende Weihnachtsgeschäft sei für die meisten Händler traditionell die umsatzstärkste Zeit im ganzen Jahr. «Insofern würde ein erneuter Lockdown – egal ob "light" oder verschärft – die Händler ins Mark treffen.» Nach Verbandsangaben arbeiten knapp 500 000 Menschen in etwa 40 000 Einzelhandelsgeschäften in Baden-Württemberg.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte an diesem Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der Länder über weitere Schritte angesichts der bundesweit anschwellenden Corona-Infektionswelle entscheiden.

Geht es nach dem Bund, sollen vom 4. November an für zunächst vier Wochen drastische Kontaktbeschränkungen greifen. Einzelhandelsgeschäfte sollen demnach unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen zwar insgesamt geöffnet bleiben, wie aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes hervorgeht. Es müsse aber sichergestellt werden, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter aufhalte.

(dpa/lsw)

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