Letztes Update:
20201028061759

Hohe Nachfrage nach Grippeimpfung in BW

05:05
28.10.2020
Deutlich mehr Menschen als im Vorjahr haben sich in diesem Herbst im Südwesten bereits gegen Grippe impfen lassen. «Der Andrang zur Grippeimpfung war bislang wirklich groß», teilte eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württembergs (KVBW) mit. In zahlreichen Arztpraxen sei es zu Engpässen gekommen. Dies bestätigte ein Sprecher des Hausärzteverbands. Die Engpässe seien regional sehr unterschiedlich und nicht auf Ballungsräume beschränkt, sagte Sprecher Manfred King. Die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg schätzte die Nachfrage nach der Grippe-Impfung bereits Anfang Oktober als sehr hoch ein.

Weitere Dosen der Grippeimpfung wurden bereits nachgeordert und sollen laut KVBW spätestens Mitte November verfügbar sein. Die Gründe für die derzeitigen Engpässe sind aus Sicht der Vereinigung der Kassenärzte vielschichtig. Zum einen bestünden Schwierigkeiten bei den biologischen Herstellungsprozessen der Impfstoffe. Zum anderen sei im Frühjahr, als die Impfstoffmenge bestellt werden musste, die große Nachfrage noch nicht absehbar gewesen. «Durch die Corona-Pandemie sind die Menschen nun mehr sensibilisiert für das Thema», sagte Manfred King vom Hausärzteverband. Die Impfsaison habe aber erst begonnen.

Für die diesjährige Grippesaison sind für ganz Deutschland insgesamt 26,675 Millionen Impfdosen beschafft worden, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in dieser Woche der «Neuen Osnabrücker Zeitung» sagte. Davon stünden noch 7,4 Millionen Dosen bereit, um in den kommenden Wochen ausgeliefert zu werden.

(dpa/lsw)

Mehrheit der Deutschen zufrieden mit Krisenmanagement

04:42
28.10.2020
Eine klare Mehrheit der Deutschen ist weiterhin zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bewerteten 57 Prozent das Regierungshandeln eher positiv. Nur 36 Prozent sagten dagegen, sie seien eher unzufrieden. Sieben Prozent machten keine Angaben.

Allerdings ist die Unterstützung für das Krisenmanagement inzwischen geringer als noch Anfang April während der ersten Corona-Welle, als drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens verordnet wurden. Damals sagten 67 Prozent, sie seien eher zufrieden, und nur 28 Prozent zeigten sich eher unzufrieden.

Am größten ist die Zufriedenheit bei den Anhängern der Grünen (78 Prozent) noch vor den Wählern der Regierungsparteien CDU/CSU (77 Prozent) und SPD (70 Prozent). Auch bei den FDP- (60 Prozent) und Linke-Anhängern (59 Prozent) überwiegt die Zustimmung. Von den AfD-Wählern bewertet dagegen nur jeder Vierte das Krisenmanagement eher positiv.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen