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Merkel: Soziale Frage gewinnt in Corona-Krise an Schärfe

18:10
26.10.2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Krise als Bewährungsprobe für den Zusammenhalt in der Gesellschaft bezeichnet. Die CDU-Politikerin sagte am Montagabend: «Die Pandemie mit ihren vielfältigen Folgen trifft uns alle, einige aber besonders hart - vor allem jene, die ohnehin nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die im Alltag Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen, die sie nun aber coronabedingt noch schwerer als sonst bekommen können. Und so gewinnt die soziale Frage an Schärfe.» Merkel äußerte sich in einer Videobotschaft bei der Verleihung des Sozialpreises 2020 der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege.

Die Pandemie erweise sich als Bewährungsprobe für die Gesellschaft und ihren Zusammenhalt, sagte Merkel. Sie würdigte die Arbeit der Wohlfahrtsverbände, die viele Seniorenwohnheime und Krankenhäuser betrieben, aber auch Kindergärten, Pflegedienste sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe. Sie alle stünden coronabedingt vor besonderen Herausforderungen. Sie hätten mit einer sich ständig ändernden Lage zu kämpfen, die in der bevorstehenden kalten Jahreszeit tendenziell ernster werde.

Für die gemeinnützigen Träger sei es besonders wichtig, dass die Finanzierung gesichert sei, um den Betrieb der Einrichtungen auch unter Pandemie-Bedingungen aufrechterhalten zu können. Die Bundesregierung habe daher wirtschaftliche Folgen abgefedert, so die Kanzlerin. Die sozialen Dienstleister seien gerade in dieser schwierigen Zeit «unentbehrlich».

Die Wohlfahrtsverbände seien eine tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts, sagte Merkel. Sie gäben Menschen Halt und prägten die Identität örtlicher Gemeinschaften. Merkel sprach von starken Gemeinschaften, die Extremismus, Hass und Ausgrenzung die Stirn böten. «Ich danke allen von Herzen, die sich für andere Menschen engagieren, die Menschlichkeit und Gemeinschaft leben und stärken.»

(dpa)

Bereits mehr als 70 000 Corona-Infektionen in BaWü

17:10
26.10.2020
Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg steigt weiter deutlich und hat inzwischen die Schwelle von landesweit 70 000 Fällen überschritten. Insgesamt haben sich bislang mindestens 70 892 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, das sind 1312 mehr als am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt am Montag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 5 auf 1977. Als genesen gelten 52 214 Menschen - 351 mehr als am Vortag.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen bei 85,5 und damit deutlich über der Schwelle von 50 für die höchste Warnstufe im Land. Am Vortag lag der Wert noch bei 80,4.

(dpa/lsw)

Mehr als 1000 Verstöße gegen Corona-Regeln am Wochenende

17:01
26.10.2020
Maske, Abstand und Quarantäne - am Wochenende haben Polizisten im ganzen Land verstärkt das Einhalten der Corona-Regeln kontrolliert. Wegen Verstöße gegen die geltende Verordnung seien 1023 Ordnungswidrigkeiten festgestellt worden, teilte das Innenministerium am Montag in Stuttgart mit. Insgesamt seien rund 10 500 Menschen kontrolliert worden. Allein 892 Betroffene hielten sich den Angaben nach nicht an die Maskenpflicht.

«Das heißt, jeder Zehnte hat wohl noch nicht den Ernst der Lage erkannt», wird Innenminister Thomas Strobl (CDU) in der Mitteilung zitiert. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen hatte die Landesregierung die dritte Pandemiestufe ausgerufen und die Corona-Verordnung zum 19. Oktober um weitere Maßnahmen verschärft.

Die Maskenpflicht gilt in Fußgängerzonen und auf Marktplätzen, wo der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Treffen sind auf zehn Menschen begrenzt. Die Anzahl darf überschritten werden, wenn Menschen aus zwei Haushalten zusammenkommen oder sie nah miteinander verwandt sind.

(dpa/lsw)

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