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Kapitel

Samstag, 24. Oktober

1647 neue Corona-Infektionen in Baden-Württemberg

17:57
24.10.2020
Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg im Vergleich zum Freitag um 1647 Fälle erhöht. Insgesamt haben sich damit mindestens 68.462 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, wie das Landesgesundheitsamt am Samstag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 4 auf 1970. Als genesen gelten 51.300 Menschen - 552 mehr als am Vortag.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen bei 75,2 und damit deutlich über der Schwelle von 50 für die höchste Warnstufe im Land. Am Vortag lag der Wert noch bei 67,4.

(dpa/lsw)

Vorstoß für automatische Entschädigung von Reisenden

14:52
24.10.2020
Die Forderungen nach automatischen Entschädigungen von Reisenden bei Zugverspätungen oder Flugausfällen werden lauter. «Wir halten automatische Vertragsentschädigungen für sinnvoll», sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, dem «Handelsblatt». «Dabei könnte mit den einfach gelagerten Fällen begonnen werden, etwa wenn Tickets online gebucht wurden und dem Anbieter so schon alle für die Entschädigung nötigen Daten vorliegen.»

Auch Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller sieht Handlungsbedarf. «Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass die Flugunternehmen verbraucherfreundlich, zeitnah und online-basiert entschädigen», sagte der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv) dem Blatt. Die automatisierte Ticketerstattung müsse durchgängig funktionieren. Bundesverbraucherministerin Christine Lambrecht (SPD) müsse - wie im Koalitionsvertrag angekündigt - die Einführung einer automatisierten Entschädigung im Rahmen von sogenannten smart contracts einführen.

CDU, CSU und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag 2018 darauf verständig, Verbrauchern «die Rechtsdurchsetzung durch Digitalisierung, insbesondere bei smart contracts» zu erleichtern: «Deshalb werden wir die Entwicklung der automatischen Vertragsentschädigung fördern und rechtssicher gestalten.»

Die Justizministerkonferenz der Länder will sich laut «Handelsblatt» Ende November mit einem Vorstoß aus Hamburg beschäftigen, ein automatisiertes Entschädigungsverfahren verpflichtend vorzuschreiben. «Reisende fühlen sich betrogen, wenn sie nach einem Flugausfall oder einer Zugverspätung ihrer Entschädigung hinterherrennen müssen», sagte Hamburgs Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne). Die Unions-Bundestagsfraktion unterstützt den Angaben zufolge den Vorstoß. «Gerade im Flugverkehr konnte man in den letzten Monaten den Eindruck gewinnen, dass Erstattungen gezielt und systematisch verzögert wurden, obwohl die Ansprüche der Reisenden offensichtlich berechtigt waren», sagte der rechtspolitische Sprecher der Fraktion, Jan-Marco Luczak dem Blatt.

(dpa)

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