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20201022173453

Tourismus auf der Alb bricht ein

16:16
22.10.2020
Die Tourismusindustrie auf der Schwäbischen Alb hat nach Auskunft des zuständigen Verbands in diesem Jahr einen herben Einbruch hinnehmen müssen. Die Corona-Pandemie habe harte Zeiten eingeläutet, dies zeigten auch die Übernachtungszahlen der Schwäbischen Alb, teilte der Tourismusverband Schwäbische Alb am Donnerstag in Bad Urach (Kreis Reutlingen) mit. Zwischen Januar und August seien die Übernachtungen im Vorjahresvergleich um 42,2 Prozent zurückgegangen. Allerdings habe sich die Situation von Juli an leicht stabilisiert. Als Grund dafür nannte der Verband die Anfang Juli eingeführte AlbCard. Die neue Gästekarte sei für viele Interessierte ein Grund zum Buchen gewesen.

Der Verband teilte mit, die Karte habe in einer entscheidenden Phase wichtige Anreize für einen Urlaub auf der Schwäbischen Alb geschaffen. So seien in den ersten drei Monaten mehr als 57 000 AlbCard-Nächte - also Übernachtungen von Gästen mit einer AlbCard - verzeichnet worden. Nach den ersten Lockerungen für die Tourismusbranche sei das Angebot der AlbCard ein erheblicher Mehrwert, sagte Tourismusminister Guido Wolf (CDU).

Die AlbCard bekommen Gäste ab der ersten Übernachtung bei einem der 147 teilnehmenden AlbCard-Gastgeber geschenkt. Damit können die Gäste in der gesamten Region kostenlos Bus und Bahn fahren und 130 touristische Highlights, Angebote und Sehenswürdigkeiten auf der Schwäbischen Alb kostenfrei erleben. Das Projektgebiet umfasst zehn Landkreise plus den Stadtkreis Ulm und somit rund 25 Prozent der Landesfläche.

(dpa/lsw)

Kinderärzte mit vielen Anfragen wegen Masken-Attesten

16:09
22.10.2020
Seit Einführung der Maskenpflicht im Unterricht ab Klasse fünf verzeichnen Kinderärzte im Land viele Anfragen wegen Attesten, die Schüler davon befreien würden. «Allein am Montag hatte ich fünf Eltern mit diesem Wunsch in meiner Praxis oder am Telefon», sagte Till Reckert, Sprecher des Landesverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Die meisten Ärzte stellten solche Atteste aber nur sehr zurückhaltend aus, sagte der Ärztevertreter. Zuerst hatten die «Stuttgarter Nachrichten» berichtet.

Aus kinder- und jugendärztlicher Sicht könnten Masken auch im Unterricht auf weiterführenden Schulen das Infektionsgeschehen möglicherweise bremsen, sagte Reckert, der in Reutlingen praktiziert. Reckert plädierte dafür, eine geeignete Maske gelassen zu tragen, solange die Maskenpflicht verfügt sei. «Manche Schüler, aber auch Lehrer geben an, unter Kopfschmerzen, Schwindel, geminderter Leistungsfähigkeit, Beengung, vielleicht auch Atemnot unter einer Maske zu leiden, wenn sie diese lange tragen müssen. Alle diese Symptome verschlechtern sich bei Angst und Stress.»

Laut Reckert sollte man gut im Blick behalten, wo es wirklich zu Ausbrüchen mit mehreren Ansteckungen auch der Kinder untereinander kommt. Nach bisheriger Kenntnis sei dies in Grundschulen und vor allem in Kindergärten viel weniger der Fall als an weiterführenden Schulen. «Falls sich dies weiter bestätigt, wären wir dagegen, eine Maskenpflicht auch auf die Grundschulen auszudehnen, da hier die Verhältnismäßigkeit eine ganz andere wäre.»

(dpa/lsw)

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