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20201116123929

Söder: Corona-Verschärfungen für Wirtschaft wären zu früh

10:34
16.11.2020
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich gegen neue Einschränkungen für die Wirtschaft wegen der anhaltenden Corona-Pandemie ausgesprochen. Vor den Bund-Länder-Beratungen am Montag sagte er auf einer Konferenz des CDU-Wirtschaftsrats: «Eine weitere Verschärfung für die Wirtschaft - ich glaube, das wäre jetzt an der Stelle zu früh und auch falsch, ein solches Signal zu senden.» Zugleich plädierte der CSU-Chef dafür, Schulen weiterhin so lange wie möglich offen zu lassen - aber eine deutschlandweit einheitliche Maskenpflicht einzuführen.

Am Nachmittag will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten weitere Schritte im Kampf gegen die Pandemie besprechen. Der Bund will unter anderem die Kontaktbeschränkungen nochmals drastisch verschärfen.

Söder sprach sich auch für eine Corona-Steuerreform aus: Unternehmenssteuern und Energiesteuern müssten gesenkt werden, um Deutschland wettbewerbsfähig zu machen. Dadurch seien dann auch weniger Unternehmen auf staatliche Hilfe angewiesen. Die Mehrwertsteuersenkung über den Jahreswechsel hinaus zu verlängern dagegen sei nicht nötig, da ja ab Januar der Solidaritätszuschlag für die meisten Bürger wegfalle. 

(dpa)

Mehr als 130.000 Corona-Neuinfektionen in den USA

09:39
16.11.2020
In den USA haben sich binnen eines Tages mehr als 130 000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Montagmorgen (MEZ) stieg die Zahl der Neuinfizierten am Sonntag (Ortszeit) um 133 045. Am Sonntag zuvor waren es knapp 110 000 gewesen. Den bisherigen Tageshöchststand verbuchte die Universität mit 177 224 Neuinfektionen für vergangenen Freitag.

Die Zahl der Corona-Infektionen insgesamt war in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern am Wochenende über die Marke von elf Millionen gestiegen und lag nach Angaben der JHU am Montag bei 11 037 776. Das ist der höchste Stand weltweit. Die Zahl der Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, erhöhte sich auf 246 217. Auch dies ist ein Weltspitzenwert. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegen die USA mit rund 75 Toten pro 100 000 Einwohner aber hinter Großbritannien, Spanien, Belgien und verschiedenen lateinamerikanischen Staaten.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden - nachträglich korrigiert. Dies gilt auch für die Zahl vom vergangenen Freitag, die zunächst mit mehr als 184 500 angegeben worden war.

(dpa)

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