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20201110123926

Minister sprechen über Zwangseinweisung von Quarantäneverweigerern

12:06
10.11.2020
Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) will an diesem Mittwoch mit Innenminister Thomas Strobl (CDU) über dessen Forderung nach einer Zwangseinweisung von Quarantäneverweigerern sprechen. Die beiden wollten sich am Rande der Landtagssitzung austauschen, kündigte Lucha am Dienstag in Stuttgart an.

Strobl hatte vorgeschlagen, Quarantäneverweigerer zwangsweise in ein geschlossenes Krankenhaus einweisen zu lassen. Die Maßnahme solle dem Schutz der Mitmenschen dienen, die Verweigerer dürften nur auf richterlichen Beschluss untergebracht werden. Dafür war der baden-württembergische Innenminister viel kritisiert worden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte am Dienstag, die Menschen müssten sich an die Quarantänepflicht halten. Notfalls müsse diese zwangsweise durchgesetzt werden, die zwangsweise Unterbringung sei aber nur als Ultima Ratio möglich. Soweit ihm bekannt sei, gebe es nur ganz wenige Verstöße, sagte er. Fraglich sei auch, ob die Unterbringung in einer zentralen Einrichtung zielführend sei.

(dpa)

Ausnahmen vom Stuttgarter Diesel-Fahrverbot wegen Corona

11:52
10.11.2020
Bei den Diesel-Fahrverboten in Stuttgart gibt es in bestimmten Fällen nun doch wieder Corona-Ausnahmen. «Vulnerable, besonders schutzbedürftige Personen erhalten bei Vorlage eines ärztlichen Attestes eine Ausnahme von den Verkehrsverboten, zunächst befristet bis 31. Januar 2021», heißt es auf einer Info-Seite der Stadt im Internet. Zuvor hatten die «Stuttgarter Nachrichten» darüber berichtet. Während der ersten Hochphase der Pandemie hatte es schon einmal eine Ausnahmeregelung gegeben, die noch weitere Gruppen beinhaltet hatte, dann aber ausgelaufen war.

Dem Bericht zufolge hatte das Land neue Ausnahmen zunächst abgelehnt, unter anderem mit Verweis darauf, dass der öffentliche Nahverkehr in den Regelbetrieb zurückgekehrt sei und damit - anders als im Frühjahr - die vollen Kapazitäten zur Verfügung stünden.

(dpa/lsw)

33 Corona-Fälle in Konstanzer Pflegeheim

11:38
10.11.2020
Im Pflegeheim «Haus Don Bosco» in Konstanz haben sich 21 Bewohner und zwölf Pflegekräfte mit Corona infiziert. «Das ist ganz plötzlich passiert, wir wissen es seit einigen Tagen», sagte der Geschäftsführer des Caritasverbands Konstanz, Andreas Hoffmann, am Dienstag. Insgesamt lebten im Pflegeheim 57 Menschen. Der Ausbruch passierte in einem Wohnbereich mit 25 Bewohnern. Alle Fälle hätten einen leichten Verlauf. Die infizierten Pflegekräfte seien zu Hause in Quarantäne. Im Pflegeheim herrsche nun ein Besuchsverbot bis zum 22. November.

Die Bewohner sind laut Hoffmann stark demenzkrank und schwer zu isolieren. Sie hätten aufgrund ihrer Erkrankung im Gegensatz zum Pflegepersonal auch keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. 

(dpa/lsw)

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