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20201021113011

Corona-Ausbruch in Mannheimer Seniorenheim

11:29
21.10.2020
 In einem Seniorenheim in Mannheim ist es nach Angaben der Altenpflegeheime Mannheim zu einem Corona-Ausbruch gekommen. So seien insgesamt sieben Bewohner einer Wohngruppe und ein Mitarbeiter des Heims positiv auf das Virus getestet worden, wie es am Mittwoch hieß. Um eine weitere Verbreitung zu verhindern, blieben in Absprache mit dem Gesundheitsamt Mannheim alle 23 Bewohner der Gruppe zur Quarantäne in ihren Zimmern. Dort würden sie von jeweils fest zugeordneten Pflegekräften betreut. Der positiv getestete Mitarbeiter befinde sich in häuslicher Quarantäne.

Der Ausbruch sei am Montag in einem Mannheimer Krankenhaus entdeckt worden, nachdem ein 76 Jahre alter Heimbewohner dort wegen einer anderen Erkrankung aufgenommen worden war, sagte ein Sprecher. Ein routinemäßiger Corona-Test habe die Infektion des Seniors zum Vorschein gebracht. Der Mann habe zuvor keine typischen Symptome gezeigt. Um Klarheit zu erhalten, teste man nun alle weiteren 70 Heimbewohner und mehr als 60 Mitarbeiter. Bis Ergebnisse vorliegen, sollen alle betreuten Frauen und Männer in ihren Wohnbereichen bleiben, die Mitarbeiter seien bestimmten Bereichen fest zugeordnet.

(dpa/lsw)

GEW fordert weiterhin kostenlose Tests für Lehrer und Erzieher

10:29
21.10.2020
Die scheidende Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Doro Moritz, hat eine Verlängerung des Angebots für kostenlose Corona-Tests für Lehrer und Erzieherinnen gefordert. Moritz sagte am Mittwoch in Stuttgart, solche Tests würden den Lehrern Sicherheit geben. Die Infektionszahlen stiegen weiter und so lange das so sei, müsse es die Gelegenheit geben. «Ich verstehe nicht, warum hier so geknickert wird.» Maximal ein Fünftel der Lehrer hätte das Angebot des Sozialministeriums angenommen. Es soll Ende des Monats auslaufen.

Das Kultusministerium kritisierte die Entscheidung des Sozialministeriums. «Angesichts der kühleren Tage und der aktuellen Infektionslage halte ich es für richtig, dieses Angebot um einen weiteren Monat zu verlängern und auf insgesamt drei Tests zu erhöhen», wurde Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) von «Heilbronner Stimme» und «Mannheimer Morgen» (Mittwoch) zitiert.

Moritz warf dem Kultusministerium mangelnde Corona-Schutzmaßnahmen für Lehrer und Schüler vor. Moritz sagte, seit Juni habe man darauf gedrängt, dass die Schulen zusätzliches Personal erhielten und viele Maßnahmen wie CO2-Messgeräte, FFP2-Masken für Risikogruppen oder Unterricht in kleineren Gruppen vorgeschlagen. «Warum erhalten Unternehmen in wenigen Wochen Rettungspakete und in Kitas und Schulen warten die Kinder, Jugendlichen und die pädagogischen Profis bis heute auf wirklich wirksame Maßnahmen?», fragte die Gewerkschafterin, die nach zwölf Jahren im Amt aufhört. Nachfolgerin soll Monika Stein aus Freiburg werden.

(dpa/lsw)

Spahn sieht keinen bundesweiten "Lockdown"

10:08
21.10.2020
Zu einem großflächigen Stillstand in Deutschland wie im Frühjahr wird es nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der jetzigen Corona-Situation nicht kommen. «Einen zweiten Lockdown, so wie er immer gemeint wird, den sehe ich nicht», sagte Spahn auf die entsprechende Frage eines Nutzers der Social-Media-App Jodel. Dort hatten sich auch in der Vergangenheit bereits Spitzenpolitiker, unter anderem Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), Fragen von Nutzern gestellt.

Spahn begründete seine Aussage damit, dass man wisse, dass es beispielsweise im Einzelhandel, bei Friseuren und in anderen Bereichen momentan keine Ausbrüche gebe, wenn auf die sogenannte AHA-Regel - Abstand, Hygiene, Alltagsmaske - geachtet werde. «Also wir haben Bereiche, von denen wissen wir heute besser als im März, wo die Risiken händelbar sind, und deswegen würde man sie auch nicht wieder schließen müssen.»

Aktuell sehe man in Berchtesgaden, dass regional bei besonders vielen Infektionen alles «mal wieder zwei oder drei Wochen» deutlich heruntergefahren werde, um es in den Griff zu bekommen. Das Virus sei dynamisch, und keiner wisse, was in drei Monaten sei. Aber Stand heute sehe er so eine Situation wie im März/April nicht.

(dpa)

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