Letztes Update:
20201021094153

Söder sieht "politisch-mentales" Problem im Kampf gegen Corona

07:06
21.10.2020
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat zu einer «nationalen Kraftanstrengung» im Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. Deutschland habe bei der Bewältigung der Pandemie derzeit kein logistisches, sondern ein «politisch-mentales» Problem, sagte Söder am Mittwoch im ZDF-«Morgenmagazin». «Seit Monaten wird das Thema zerredet, kleingeredet, es wird schöngeredet», sagte Söder. Es sei aber wichtig, die Pandemie wieder als Herausforderung zu verstehen. «Wir brauchen jetzt einen Gemeinschaftsakt - genauso wie bei der ersten Welle.»

(dpa)

Esken: Maßnahmen nötigenfalls in Parlamenten überarbeiten

06:57
21.10.2020
SPD-Chefin Saskia Esken hat die Bedeutung der Parlamentsbeteiligung an den Corona-Maßnahmen betont. Der Deutschen Presse-Agentur sagte sie zugleich aber auch: «Für die Corona-Krise gibt es kein Drehbuch, wie (der SPD-Kanzlerkandidat) Olaf Scholz einmal gesagt hat. Deshalb müssen Politik und Verwaltung unter Umständen schnell auf Entwicklungen reagieren können, ohne dabei die Geeignetheit und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen aus dem Auge zu verlieren.»

Viele der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung griffen jedoch tief in die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger ein, erläuterte Esken. «Ich finde es deshalb wichtig, dass wir ihre Legitimität in den Parlamenten immer wieder debattieren und nötigenfalls überarbeiten, um die Akzeptanz und Gerichtsfestigkeit der Pandemiebekämpfung zu stärken. Wenn es darum geht, die zweite Infektionswelle bewältigen und mit Zuversicht auf die Adventszeit blicken zu können, dann braucht es genau diese Akzeptanz und die Einhaltung der Maßnahmen.»

Seit Tagen war aus dem Bundestag immer mehr Kritik laut geworden, dass die Regierungen von Bund und Ländern die Entscheidungen an den Parlamenten vorbei träfen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble legte am Montag den Fraktionen Vorschläge für eine stärkere Beteiligung des Parlaments vor.

(dpa)

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