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20201020091657

Diskotheken-Betreiber offen für Maskenpflicht auf Tanzflächen

06:22
20.10.2020
Der Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT im Branchenverband Dehoga) fordert eine klare Öffnungsperspektive für Clubs in der Corona-Krise - und kann sich dafür auch eine Maskenpflicht vorstellen. Auch Wegekonzept, Lüftung, gegebenenfalls bezahlbare Schnelltests - darüber wolle man mit der Politik diskutieren. «Eine Maskenpflicht auf der Tanzfläche ist zwar nicht ideal, aber wir sollten es auch nicht ausschließen», sagte BDT-Geschäftsführer Stephan Büttner im Vorfeld des Branchentreffens Club Convention der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (NOZ/Dienstag).

Die Jugend werde sich über die Wintermonate nicht einsperren lassen, meinte Büttner. «Dann verlagern sich die Feiern in private Räumlichkeiten. Für das Infektionsgeschehen ist das gefährlicher als die Feier im Club. Wir wollen einen Dialog, um auszuloten, unter welchen Bedingungen eine Wiedereröffnung möglich wäre.»

Zudem seien weitere Hilfen für die Branche notwendig. Dass Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) angekündigt hat, die Überbrückungshilfen für die Veranstaltungsbranche verlängern zu wollen, sieht Büttner positiv. Die Fixkosten müssten aber zu 100 Prozent übernommen werden. Auch sei ein Unternehmerlohn für Clubbetreiber notwendig. Selbst wenn Betriebe wieder öffnen dürften, sieht der BDT die Gefahr von Insolvenzen nicht gebannt: «Es braucht ein Konjunkturprogramm, um der Branche einen Anschub zu geben.»

(dpa)

Ruf nach Vorzugsbehandlung für Pflegebedürftige bei Corona-Tests

06:05
20.10.2020
Patientenschützer raten wegen der Pandemie-Lage zu einer bevorzugten Behandlung von Pflegebedürftigen und Altenpflegern bei Corona-Tests. «Viel testen hilft nur dann, wenn das Ergebnis innerhalb von 24 Stunden vorliegt», sagte der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der «Rheinischen Post» (Dienstag). Bei den Pflegebedürftigen und Altenpflegekräften werde diese Zeitspanne immer seltener eingehalten. «Deshalb braucht es für diese Gruppen eine Priorisierung bei der Auswertung», forderte Brysch.

Angesichts eines absehbaren Engpasses bei den Laborkapazitäten für Corona-Tests bestehe Handlungsbedarf, die Situation verschärfe sich zusehends. Infektionsherde müssten möglichst rasch erkannt werden, mahnte Brysch. «Sonst erfolgen unnötige und für alle leidvolle, lange Quarantänemaßnahmen.» Corona-Schnelltests seien sicherlich hilfreich, «ersetzen bei einem positiven Ergebnis jedoch nicht die Standardtests».

(dpa)

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