Letztes Update:
20201105082523

Online-Apotheke profitiert von Corona-Krise

07:12
05.11.2020
Der Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke hat seine Prognose dank einer deutlich gestiegenen Nachfrage in der Corona-Krise erneut angehoben. Demnach erwartet das seit Kurzem im MDax notierte Unternehmen für 2020 nun ein Umsatzwachstum von mindestens 35 Prozent nach zuvor mindestens 30 Prozent, wie Shop Apotheke am Donnerstag in Venlo bei der Vorlage ausführlicher Quartalszahlen mitteilte.

Im dritten Quartal profitierte das Unternehmen weiterhin davon, dass in der Pandemie immer mehr Medikamente online bestellt wurden, und fuhr erneut einen operativen Gewinn ein. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) war mit 4,2 Millionen Euro positiv, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein operativer Verlust von 2,1 Millionen Euro angefallen war. Zum Ergebnis unterm Strich machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.

Die Nachfrage stieg im dritten Quartal in allen Segmenten deutlich. Wie bereits bekannt, hatte Shop Apotheke seinen Umsatz um rund 40 Prozent auf 238,7 Millionen Euro gesteigert und auch die Zahl seiner Neukunden deutlich erhöht.

(dpa)

Rektoren: Digitales Studium hat gravierende Folgen

05:39
05.11.2020
Die wieder auf online umgestellte Lehre an den Universitäten hat aus Sicht ihrer Rektoren gravierende Folgen für die Studierenden. «Die beiden Digitalsemester führen beispielsweise in den Buchwissenschaften dazu, dass ein Bachelorstudierender ein Drittel seiner oder ihrer Studienzeit die Universität nicht betreten wird und keinen direkten Austausch mit den Lehrenden oder seinen Kommilitonen hat», sagte Stephan Dabbert, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz. «Dies wird sich zwangsläufig auf die Studiendauer und den Studienerfolg auswirken», fügte der Rektor der Universität Hohenheim in Stuttgart hinzu.

Der Heidelberger Rektor Bernhard Eitel unterstrich in einer Begrüßungsmail zum Studienstart unter anderem die Hürden für die 5000 Erstsemester und neu in Heidelberg eingeschriebenen Studierenden: «Die aktuellen Umstände erschweren es massiv, sich untereinander kennenzulernen, Informationen auszutauschen und ein Studium auch als Lebensabschnitt zu organisieren.»

Die Präsenz-Lehre der Hochschulen ist nach den bundesweiten Beschlüssen bis zum 30. November ausgesetzt; digitale Formate und andere Fernlehrformate sind laut der Corona-Verordnung des Landes zulässig. Ausnahmen gelten etwa für Laborpraktika und Prüfungen.

Die Landesrektorenkonferenz vertritt die Interessen von neun Mitgliedsuniversitäten im Land mit knapp 170 000 Studierenden.

(dpa/lsw)

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