Letztes Update:
20201104165935

Bundesweit 41 Gesundheitsämter melden aktuell Corona-Engpässe

16:36
04.11.2020
Wegen aktueller oder drohender Engpässe beim Kampf gegen die Corona-Pandemie liegen dem Robert Koch-Institut (RKI) derzeit 41 Meldungen von Gesundheitsämtern vor. Dabei geht es in 34 Fällen darum, dass Infektionsschutzmaßnahmen nicht mehr voll vorgenommen werden können, wie das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. In sieben Fällen wurde gemeldet, dass dies in den nächsten Tagen nicht mehr sichergestellt werden könne.

Der Bund bietet bei Kapazitätsengpässen etwa beim Nachverfolgen von Kontaktpersonen infizierter Menschen Unterstützung an. Neben Helfern des RKI sind derzeit 5350 Soldaten etwa in Gesundheitsämtern oder bei Tests im Einsatz. Der bundesweite Teil-Lockdown mit zahlreichen Schließungen im November zielt ebenfalls darauf, dass die rund 375 Gesundheitsämter die Lage wieder besser unter Kontrolle bekommen.

(dpa)

Dänemark tötet aus Corona-Sorge alle Nerze

16:32
04.11.2020
Aus Sorge vor den Folgen für kommende Impfstoffe gegen das Coronavirus werden in Dänemark alle Nerze getötet. Das gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Mittwoch auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt. Dabei geht es um Millionen von Tieren. Das Fell der Nerze ist unter anderem für Pelzmäntel beliebt.

Das Virus sei unter Nerzen mutiert und wurde auf den Menschen übertragen, sagte die Regierungschefin. Das Problem daran sei, dass diese Mutation dafür sorgen könnte, dass ein künftiger Impftoff nicht seine erhoffte Wirkung entfalte.

Bei zwölf Menschen im Norden Jütlands sei bereits eine mutierte Version des Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden, sagte Frederiksen. Zugleich warnte sie davor, dass die Mutation sich nicht nur auf weitere Teile Dänemarks, sondern auch im Rest der Welt ausbreiten könnte. Die Nerzzüchter werden entschädigt, wie Lebensmittelminister Mogens Jensen sagte.

Dänemark ist der weltweit größte Produzent von Nerzfellen. Im Land gibt es derzeit 1139 Zuchtfarmen und etwa 15 bis 17 Millionen Nerze. Nach Angaben der dänischen Behörden sind bereits auf mehr als 200 Farmen Corona-Fälle festgestellt worden. Auf 67 Farmen wurde der Pelztierbestand bereits getötet. Die Niederlande hatten nach ähnlichen Ausbrüchen von Corona bei Nerzen Anfang Juni beschlossen, alle Pelztiere auf den betroffenen Farmen zu töten.

(dpa)

Gericht bestätigt Maskenpflicht im Schulunterricht

16:31
04.11.2020
Schüler an den Südwest-Schulen müssen weiterhin im Unterricht eine Corona-Schutzmaske tragen. Der Verwaltungsgerichtshof lehnte - wie im Oktober - einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Unterricht am Mittwoch ab. Eine Siebtklässlerin konnte sich nicht mit dem Argument durchsetzen, es sei nicht Aufgabe von Kindern, andere zu schützen. Auch der Hinweis der Schülerin einer Schule im Landkreis Sigmaringen auf eine Empfehlung des Vereins Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung überzeugte die Richter nach eigenen Angaben nicht.

Laut dem Verein sollen Arbeitnehmer nach zwei Stunden mit Maske eine Erholungspause von 30 Minuten einlegen. Diese Angaben bezögen sich aber auf mittelschwere Arbeiten, nicht auf Schulunterricht, betonte der 1. Senat. In der Regel müssten Schüler nicht zwei oder mehr Stunden Maske tragen, ohne ungehindert Frischluft einatmen zu können. Bereits im Oktober waren zwei Schüler aus dem Landkreis Ravensburg mit einem Eilantrag gegen das Tragen der Mund-Nase-Abdeckung in Mannheim gescheitert.

Gegen den Beschluss (Az: 1 S 3318/20) vom Mittwoch können keine Rechtsmittel eingelegt werden.

(dpa/lsw)

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